![]() |
Holla. Wie Phönix aus der Asche sendet der Barbershop – ehemals durch Starbarbiere wie Black Moses und Talib „Eardrum“ Kweli zu Ruhm gelangt – wieder Signale an die zu Vollbart-Backpackern mutierte (Concious-)Hip Hop Klientel. Dass die Klingen trotz Riefen noch schneiden, beweist an dieser Stelle Mr. J. Medeiros. Noch nicht viel gehört von dem Kerl? Yeah, me too! Aber dat macht ja nüscht. Is ja auch sein erster Soloversuch, neben der bereits neunjährigen Gruppenmitgliedschaft bei den Procussions. Wir lassen uns gerne mal überraschen. Ok, zuerst fühlt man sich – textlich und stimmlich – an den von Kritikerlob überschütteten kleinen Skateboard-P Lupe Fiasco erinnert. Nimmt man hier ein wenig (Stimm-)Höhe weg, stutzt da die Pop-Koteletten auf ein gesundes Maß, ist das dann auch nicht mal mehr so weit entfernt. Kick und Snare sitzen am richtigen Platz, experimentiert wird wenig – der „Constance“ RMX ist noch am ehesten ein Ausflug in Experimentalgefilde. Alles jazzy, alles entspannt. Einzuwenden ist dagegen nichts. Ein/Zwei Skiptracks auf Albenlänge, da könnte sich selbst Herr Carter eine Scheibe abschneiden – „Anything“ mit Soulbarde Usher und dem Ice-Cream-Verkäufer Pharrell etc., you know. Überraschend kommt „Keep Pace“ mit defektem Speedlimiter wie Lewis Hamilton aus der Boxengasse angeschossen, bevor Jason Medeiros (real name, no gimmicks) dann nach Kuba jettet und dem Buena Vista Social Club auf die Gichtfinger schaut. „Call you“, ein veritabler Food & Liquor-Klon, hätte man sich sparen können, der „Silent Earth“ Rmx bügelt das soulbraune T aber schnell wieder glatt. Nices Horns-Arrangement und ein beherzter Auftritt von Mr. Medeiros, mehr braucht es nicht. Hier kann man sich gerne mal den Schnauzer a la Miami Vice stutzen lassen. Der Meister versteht sein Handwerk und hat dabei auch noch was zu sagen. Roman ‘Of Gods and Girls’ im HHV-Shop |

