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KRS-1 & Marley Marl

»Hip Hop Lives«

Oh ja, das Duracell-Männchen des Hip Hop hat, trotz seiner gefühlten 100 Jahre im Biz, noch keinen Low-Battery Status erreicht. Stimme und Intensität seiner Darbietung verbrennen immer noch jedes, zum neuen Superstar gehypte One-Hit-Wonder. Bis das Opfer realisiert was geschehen ist, hört man schon den „Sound of the Police“ und Kris, mit Fluchtfahrer Marley, ist über alle Berge. Egal wo man den Anspruch hat neues (musikalisches und inhaltliches) Terrain zu betreten, man kann sicher sein…he was (already) there!
Doch in diesem Faktum liegt der Hund begraben. KRS wird nicht umsonst „The Teacha“ genannt. Gerne und ausdauernd gibt er der Jugend – und das ist ungefähr der Rest der Hip Hop Community – Ratschläge, bis diese genervt die Ohren verschließt und auf Snap-Music feiert. Ok, vielleicht muss man ihm das aufgrund seines Ausnahmestatus und seiner Verdienste für die Kultur nachsehen, aber deshalb eine Platte feiern? Auf keinsten! „Nothing new“, so beschreibt Herr Parker das aktuelle Spiel, ist dabei aber selbst nicht wirklich in der Lage an seine ruhmreiche Geschichte anzuknüpfen, geschweige denn eine neue Komponente zu dieser hinzuzufügen. So sind „I was there“, „Over 30“ – jaaaaa, weit drüber – und „Kill a rapper“ nur weitere übermotivierte und teils arrogante Versuche den Kids die Weisheit mit dem Vorschlaghammer einzubläuen. Überzeugend wird das Ganze meist nur, wenn sich KRS einen Partner in die Booth holt – man höre „The Victory“ mit ruffem Beitrag von Blaq Poet und Premier an den Cuts. Minimalistisch und raw wie es sein sollte. „The Teacha’s Back“ und „All Skool“ – erinnert mich irgendwie an „OPP“ – gehen ebenfalls durch. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack, über den auch Marley Marl an den Reglern nicht hinwegtäuschen kann, sowie die Frage: „Wär da nicht mehr drin gewesen?“ For shizzle my nizzle! Wann machen eigentlich LL und Dre ne gemeinsame LP? Titel: „Hip Hop Loves“!

Roman

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