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Pharoahe Monch

»Desire«

Internet, es reicht. Ich muss mich hier mal zur Stimme der Vernunft hochstilisieren.
Ja, man durfte nach 8 Jahren Wartezeit eventuell (noch) mehr erwarten und Monch hat als Soloartist immer noch nicht das epochale Meisterwerk geschaffen, zu dem er von seinen Fähigkeiten her mehr als im Stande wäre. Sich aber darüber zu beschweren, dass der mittlerweile auch schon 35-Jährige hier nicht 13x Extrakrankes Marke “Rape” spuckt, sondern lieber Soul Hop in Commons Windschatten macht, ist nochmal eine Portion mehr Gaga. Warum sollte ausgerechnet Troy Jamerson nicht die obligatorische Coming-of-Age Platte zustehen?
Dass jemand allen Ernstes das Soulmonster “Push”, das energetische Black Milk Gerät “Let’s go”, den von Alchemist betreuten Titeltrack oder Zeilen wie “The right to bare arms, I’m not talking ‘bout wifebeaters” nicht feiern kann, halte ich sowieso in etwa für so wahrscheinlich wie die Veröffentlichung von “Detox”, “A man of few words”, “Swift and Changeable” und “OB4CL II” an ein und dem selben Tag.
Hinzukommt dann noch gut abgehangener Post-“Like water for chocolate”-ismus, ein gelungenes Public Enemy Remake, Kopflastiges wie “Trilogy” oder “When the gun draws” und eine Andre 3000 Gedächtnisblödelei.
Aber wem erzähl ich das? Wer diesen Herren jemals rappen gehört hat, würde selbst für ein Album, bei dem er über Rasenmähergeräusche flowt, 15 Tacken berappen.

Florian Aigner

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