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Nach 2 Solo- und 2 Featurealben, die allesamt auf Heavy Rotation in den Anlagen, der meisten deutschen Rapheads liefen, kommt nun mit “Lifeshow” Olli Banjos drittes Soloalbum.
Die Erwartungen könnten höher nicht sein, betitelte Olli es selber doch als Meilenstein der deutschen Rapgeschichte und hat er neben den bei manchen Fans auf Grund ihres doch sehr eigenwilligens Klanges unbeliebten Roe Beardiebeats auch welche von Monroe, Crada, Benni Blanco und den Dramamonks am Start.
Jedoch bleibt da die Frage, ob sich das Ganze positiv auswirkt und sich auf Grund der massenkompatibleren Beatauswahl neben den Rapheads für Olli Banjo eine weitere Zielgruppe erschließt, oder ob das Konzept Banjo nur auf geisteskranken Romanbeats aufgeht.
Doch mit “Lifeshow” erstickt Olli auch die kleinsten Zweifel im Keim.
Massentauglicher sind die Beats zwar allemal, jedoch ohne dabei poppig zu klingen, und sogar Romans Beats, die immer noch den Großteil ausmachen, klingen nicht mehr ganz so verrückt, wobei sich natürlich schon ein paar typische Romanbretter auf dem Album befinden, was wäre das auch sonst für ein Banjoalbum?
Neben der Beatauswahl bei der alles richtig gemacht wurde, gibt sich Olli am Mic gewöhnt souverän, erzählt lustige und auch kranke Stories, zwingt mit seinen Battlelyrics den ein oder anderen Gegner zu Boden, zeigt sich teilweise persönlich als je zuvor und brennt ganz nebenbei Flowfeuerwerke verschiedenster Art ab.
Zudem wird er unterstützt von dem U.S. Chartstürmer Chamillionaire, der einen Featurepart beisteuerte und somit auch den Bravokids die Kaufentscheidung erleichtern dürfte.
Alles in allem das perfekte Banjoalbum mit Klassikerpotential, das sogar Mainstreamhörer anspricht könnte man nun vermuten, eigentlich würde ich diese These ja auch stützen, aber ganz ohne Haken geht das dann leider doch nicht.
Dieser betrifft die Skits. Sorgten die meisten Skits auf “Schizogenie” noch für einige Lacher, können die Skits auf “Lifeshow” nur teilweise überzeugen und sind doch recht überflüssig, dies gilt insbesondere für die 2 She-Raw Skits, die einfach lang und langweilig sind. Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar auch daran, aber manchmal ist weniger eben mehr. Da hätte Olli bei einer Spielzeit von gerade mal 50 Minuten lieber noch den ein oder anderen Track machen sollen.
Trotzdem übertrifft “Lifeshow” noch die höchsten Erwartungen und wenn es sowas gibt wie Klassikerpotential, dann hat “Lifeshow” auf jeden Fall ganz viel davon.
Jan-H.
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