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Bei Jom und Said handelt es sich um kein neues Aggro Berlin Signing, viel mehr werden die 2 von dem Berliner Label ein wenig supportet, ähnlich wie bei MC Bogy.
Der Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass der Deutsch-Syrer Said bereits ein Jahr seines Lebens im Knast verbringen durfte und er sowie der Deutsch-Nigerianer Jom durch kriminelle Geschäfte bereits genug Kohle gescheffelt haben um eine Großfamilie zu ernähren.
Diese Sachen stimmten mich schon eher nachdenklich und ich stand dem Album eher skeptisch gegenüber, erwartete 2 dieser typischen Gangstarapklone, die zwar prima posen können, doch von gut Rappen wohl noch nie etwas gehört zu haben scheinen. Da erschien dann die angekündigte überkrasse Vielfalt an Rap-Styles als absoluter Schwachsinn. Die CD überzeugte mich dann zwar auch nicht vom krassen Gegenteil, aber ich muss doch zugeben, dass die beiden sehr solide und manchmal sogar verschiedene Flows besitzen, die je schneller sie werden zwar auch destso holpriger werden, aber im Großen und Ganzen auf jeden Fall in Ordnung gehen. Ganz solide sind auch die Beats, die teilweise sogar von Jom selbst produziert wurden. Textlich gibt es den üblichen Straßentalk, ein paar Clubtracks, sogar ein wenig persönliche Dinger aber eigentlich nichts groß weltbewegendes. Zudem ist die Platte mit sehr schönen Features von Harris, sido, Bintia & Jack Orsen gespickt. Mit Alles oder nichts haben Jom & Said das Rad zwar nicht neu erfunden, jedoch ein sehr solides Straßenalbum produziert, auf dem genretypisch natürlich auch mal ganz gut übertrieben wird, dieses Übertreiberei jedoch im Rahmen bleibt. Die Platte ist ganz okay und wird, auch wenn ich sie nicht auf Heavy Rotation pumpen werde, wohl noch einige Male den Weg in meine Anlage finden.
Jan-H.
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