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Justice

»† - The Album«

Nachdem die beiden Pariser Knalltüten Simians “Never be alone” gleichermaßen zum Konsens-Durchdrehhit für Abihütte und Snobdisse frisiert hatten, war allen außer Kanye klar, dass das Album für Ed Banger die Wände einreißen würde wie zuletzt vielleicht “Fat of the Land” oder – her mit dem obligatorischen Daft Punk Vergleich – “Homework”. Erwartungen erfüllt? Und wie!
Gleich zu Beginn killt “Genesis” mit seinen bratzig-verzerrten Bässen und verspacktem Space Invaders-Geballer so ungefähr alles und mit “Let there be light”, sowie dem omnipräsenten, wunderbar käsigen “D.A.N.C.E” stellen Justice gleich mal klar, dass man diese 50 Minuten nicht ohne Genickstarre überstehen wird. Auf “New Jack” und dem “Tenebre” samplenden “Phantom 1+2” wird dann geschnibbelt und gehäckselt, dass es Scott Herren die Tränen in die Augen drückt, bevor “Valentine” den potentiellen Soundtrack für ein Emmanuelle-Remake stellt. “The Party” (mit Rabauke Uffie) und “DVNO” wiegen uns in Sicherheit, bevor die apokalyptische Abschlusskombo “Stress/Waters of Nazareth/One Minute to Midnight” nur verbrannte Erde zurück lässt.
Who ze fuck is Sophie Ellis Baxtor? Der wahre Murder on the Dancefloor is over here.

Florian Aigner

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