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Wollte Wiley nicht vor wenigen Monaten noch aufhören mit diesem ganzen Zeug? Halluzinier ich?
Schieben wir diesen Sinneswandel einfach mal auf die Entscheidung der Profi-Eklektiker von Big Dada ihm eine neue Labelheimat zu geben und den Umstand, dass Wiley gar nicht anders konnte als Midigranaten wie “5050”, “Gangsters” oder “Slippin” mit seinen atemlosen Stakkatoattacken zu plätten.
Egal ob er einen Jigga hinlegt oder dieses Rentending durchzieht, “Playtime is over” ist einer dieser raren Beweise dafür, dass Grime auch im Albumformat funktionieren kann. Kurz bevor das Pendel in Richtung Eintönigkeit ausschlagen könnte, schiebt Wiley zwischen die hektischen Playstation-Bassmonster etwas Gediegeneres wie “Baby Girl” oder “Letter 2 Dizzee”, welches die schwierige Beziehung zwischen ihm und Dizzee Rascal aufarbeitet. Auch lyrisch gibt es zwischen all diesen Don’t fuck with me – Styloabfahrten auch immer wieder unpeinliche persönliche Zwischentöne zu hören. Alles natürlich vorgetragen im rotzigsten Eski Boy-Kauderwelsch und der Cockyness von Kanye nach 12 weiteren Grammies. Produziert hat er den Löwenanteil auch noch selbst. Gibt’s nächste Woche einiges nachzulegen für Dizzee.
Florian Aigner
‘Playtime is over’ im HHV-Shop
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