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Lifesavas

»Gutterfly - The Original Soundtrack«

Ja verdammt nochmal, man muss dieses Blaxploitation-Revival einfach lieben. Nicht dass “Blacula”, “Coffy”, “Trouble Man” und Konsorten jemals wirklich weg von der (Samplequellen-)Bühne gewesen wären, aber innerhalb von 5 Wochen gleich zwei Alben in den Händen zu halten, die gepflegt den Effe Richtung Hi-Hat-Terror und Pro Tools-Mania richten, macht schon Spassss.
Inhaltlich unterscheidet sich der Zweitling des Portlander Duos aus dem Blackalicious/Quannum Umfeld aber dann doch etwas von Prodigys sagenhaft nihilistischen Todesdrohungen auf “Return of the Mac”.
Nicht nur die funky polternden Beats von u.a. Oh No, Jake One und Vitamin D folgen der 70er-Schiene, auch die Thematik wurde dieser angepasst: Afrozentrismus und COINTELPRO hier, sexuelle Anzüglichkeiten und Hedonismus da. Das Ziel einen fiktiven Soundtrack für die “Superfly”-Ära im Hip Hop Kontext zu machen, wäre hiermit schon mal erreicht.
Einzig mit dem brillanten Camp Lo-Feature “Gutterfly” schneidet sich das Duo etwas ins eigene Fleisch. Wünscht sich der gemeine Hörer von da an im Zweifelsfall doch eher Sonny Cheeba & Geechi Suede über solche Geräte wie “Double Up” oder “The Warning”. Wobei das auch ein Stück weit unfair ist, die beiden Herren haben die Uptown Saturday Night ja quasi erfunden. Aber solche Gedankenexperiente vergisst man dann beim 3 Durchgang eh.

F.Aigner

‘Gutterfly’ im HHV-Shop