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01: Afro Theme (RZA)
Perfekter Einstieg in den Soundtrack! Düsterer RZA-Beat, der vor Dynamik und Energie nur so strotzt! Dazu gibt’s gleich mal für alle Unwissenden die Message, worums bei Afro-Samurai überhaupt geht:
„A man with no friends, only live for revenge
Live his life off the henge, cut, through a thousand men […]�?
Zwar ist der Tack mit 30 Sekunden recht kurz geraten, aber gerade darin liegt meiner Meinung nach seine Stärke, da somit ein kurzer, energiegeladener Einstieg ohne Langatmigkeit geboten wird
5/5
02: Afro Intro (Instrumental)
Die düstere Atmosphäre wird durch das „Afro Intro“ aufrecht erhalten, erinnert mich ein bisschen an den Anfang von „Duell of the Iron Mic“. Auf jeden Fall wird so die Stimmung des Soundtracks aufrecht erhalten und sehr gut zum nächsten Track übergeleitet:
(ohne Bewertung)
03: Certified Samurai (Free Murda feat. Talib Kweli, Suga Bang Bang & Terra Tory)
„Certified Samurai“ ist der erste „richtige“ Track des Soundtracks und trägt dafür definitiv schon mal den richtigen Titel. Wenn nach kurzem (und Spannung-auf-den-Track-steigerndem) Intro der Beat einsetzt, ist eigentlich sofort klar, dass gleich der erste richtige Track auch der erste Banger auf dem Album ist! RZA hat hier einen Deluxe-Beat produziert, der durch Vocals und Scratches stimmungsvoll untermalt wird. Suga Bang, der bereits beim Ghost-Dog OST am Start war, knüpft an seine Glanzzeiten an und über Talib Kwelis Skills muss denk ich nicht diskutiert werden. Auch Freemurder, der oft Zielscheibe von Kritik darstellt, kommt mir gutem Flow und beweist für mich, dass er es durchaus versteht, einem Track seinen Stempel aufzudrücken. Für mich fast der Stärkste Artist auf dem Track. Terra Tory ist hier nur im Hintergrund und zwischen den Parts zu hören.
4 – 4,5 von 5
04: Just a Lil Dude (Who Dat Ovah There) (Free Murda feat. Q-Tip)
Q-Tip über einen RZA-Beat – wie lange hab ich darauf schon gewartet! Und das Warten hat sich gelohnt: Q liefert einen Hammer-Auftritt ab, der perfekt über den Beat passt. Die Hook hätte meiner Meinung nach keiner besser hinbekommen: Melodisch, aber nicht in schiefer 50-Cent oder schmalziger RNB-Manier, genau richtig! Auch Freemurda legt einen soliden Auftritt hin, wird aber klar durch Q-Tip ausgestochen. Denke, hier wäre vielleicht einer der erfahrenen Wu-Generals angebrachter gewesen, da Freemurda auch nicht wirklich an die von Q-Tip hergestellte Atmosphäre anknüpfen kann. Aber bei allem Lob für Q: Er hat auch wirklich die Ehre, über einen der wohl besten RZA-Beats der letzen Jahre rappen zu dürfen. TOP!
5/5
05: Afro’s Father Fight (Instrumental)
Das Afro’s Father Fight-Instrumental reiht sich nahtlos an die bisherigen Zwischenstück ein: Erstklassige Arbeit von RZA, die eine super verknüpfung darstellt!
(ohne Bewertung)
06: Oh (Stone Mecca)
Nachdem RZA Stone Mecca als neue Soul-Gruppe in die Wu-Fam geholt hat, ist es erstmal ziemlich ruhig um die Crew geworden, sodas ich mich schon gefragt hatte, ob da überhaupt nochmal was kommt oder die Gruppe wieder sang und klanglos in der Versenkung verschwindet – wie schon bei einigen neuen Wu-Gruppen zuvor zu beobachten. Auf dem Afro Samurai OST gibt ihnen RZA nun die Chance, bei den Wu-Fans (und nicht nur diesen!) zu punkten und platziert Stone Mecca gleich auf 2 Tracks des Soundtracks! Eine Bewertung fällt mir hier aber schwer, da ich generell kein großer Fan dieser Art von Soul bin und der Track mich auch so nicht unbedingt vom Hocker haut. Daher gibt’s von mir nur 2,5 – 3/5. Andere würdem den Track vielleicht deutlich besser bewerten, aber Reviews sind nun mal subjektiv…
2,5 – 3 von 5
07: The Walk (Stone Mecca)
Der 2. Stone Meccs Track gleich im Anschluss gefällt mir dagegen deutlich besser! Vor allem der Anfang mit dem (aus dem Film sehr gut ausgewählten) Intro kommt sehr stimmungsvoll! Also: Freundin einladen, Kerzen an und den Track reinlegen! Für meinen Geschmack ist mir in dem Track zwar fast ein bisschen zu viel Uhuhuhu etc. drinnen, aber insgesamt überwiegt doch das positive an dem souligen Track:
3,5 – 4 von 5
08: Bazooka Fight 1 (Instrumental)
Das Bazooka Fight Instrumental gefällt mir nicht ganz so gut wie die bisherigen Zwischenstücke – bei der Qualität dieser bedeutet das jedoch keinesfalls, dass dieses Instrumental schlecht ist! Auch Bazooka Fight 1 reiht sich nahtlos in die Soundtrack-Atmosphäre ein und bietet vor allem eine super abgestimmte Überleitung zum nachfolgenen Track. Genau durch diese fließenden Überleitungen wird der Soundtrack zu einem zusammengehörenden Ganzen, wo die einzelnen Tracks miteinander verknüpft sind und sich die nahtlos aneinander reihen!
(ohne Bewertung)
09: Who is Tha Man (Reverend William Burke)
Den Reverend werden viele wohl noch von der RZA-Collabo „Chamber of Fear“ kennen. Dieser Track also der erste –zumindest für mich- Solotrack von Burke. Über einen soliden RZA-Beat mit gut gewähltem Sample zwischendurch hat mich William Burke stark beeindruckt! Eine Kunst großer Producer ist es, dass auch mittelmäßige Rapper über ihre Beats als groß erscheinen. Hier haben wir einen Beat, der zweifellos gut ist ohne allerdings schon alleine für einen guten Track sorgen zu können. Genau diese Aufgabe übernimmt Burke, der mit überzeugendem Auftritt den Track zu einem Anspieltipp macht!
4/5
10: Ninjaman (Instrumental)
Muss ich noch was über die Interludes sagen? Auch dieses passt sich sehr gut in den Soundtrack ein und liefert im funky-Style schließlich vor allem durch das abschließende Film-Sample den schon so oft gerühmten genialen Übergang zum nächsten Track.
11: Cameo Afro (GZA feat. Big Daddy Kane & Suga Bang Bang)
Mit Cameo Afro kommt hier der 2. (richtige) 5/5 Track! Während man schon bei dem Line-Up auf dieses Ergebnis spekulieren konnte wird spätestens beim ersten Erklingen des Beats klar, dass hier ein Classic-Track folgen wird. Big Daddy Kane beweist hier, dass er zu Recht zu den ganz großen Persönlichkeiten des Rap-Business gehört und liegt mit seinem Flow genau richtig im Beat. Vor allem die Hook kommt im etwas abgehakten Style sehr gut daher, für mich sticht Kane damit sogar GZA aus! Wie schwer das allerdings ist wird klar, wenn man GZAs nachfolgenden Part zu hören bekommt: Auch dieser ist erster Klasse und perfekt performt. Suga Bang hat schließlich seinen bereits 2. Auftritt auf dem Album. Während ich mir anfangs noch gedacht hatte, dass der Track vielleicht sogar besser ohne den melodischen Abklang gewesen wäre habe ich mich mittlerweile bereits damit angefreundet – ob durch späte Erleuchtung oder pure Gewöhnung sei mal dahingestellt…
5/5
12: Tears of a Samurai (Instrumental)
Etwas ruhigeres Interlude, geschickt nach dem mitreißenden Cameo Afro und vor Take Sword Pt. 1 gewählt! Das Outro am Ende, was gleichzeitig mit dem Intro des nächsten Tracks fließend ineinander läuft, lässt nostalgische Erinnerungen an die Zeiten hervorrufen, als Wu-Alben noch von Kung-Fu Samples und Schwert-Kämpfen durchzogen waren.
(ohne Bewertung)
13: Take Sword Pt. 1 (RZA feat. Beretta 9)
“Take the sword”
“The sword?”
“Come on, give me the sword”
“Huh?”
“Heh, you Wu-Tang are never gonna win”
“My lord, don’t be afraid of the Wu-Tang techniques”
“Pick up the sword!”
Wie bereits geschrieben, hier lässt RZA die alte WU-Ära wieder aufleben! Und die durch das Intro geschürten Hoffnungen werden durch den folgenden Beat keineswegs enttäuscht, gar noch übertroffen! Ein RZA-Beat der Kategorie extra-düster, spätestens jetzt wird den Beats von „Just a lil Dude“ oder „Afro Cameo“ Konkurrenz um den besten Beat des Albums gemacht. Noch dazu kommt, dass sowohl RZA als auch B9 unglaublich stimmungsvolle und starke Parts hinlegen: RZA rappt voller Emotionen ohne dabei ins lächerliche oder nervige abzurutschen, Höhepunkt dabei in der Line: „So there’s no return, so burn, baby, burn/My click fucking sick, nigga, learn, baby, learn!“. Bester RZA Vers, den ich seit langem gehört habe, in dieser Form ist der Abbott unschlagbar! Auch B9 legt hier einen sehr starken Part hin und liefert beeindruckende Argumente dafür, dass RZA bisher (siehe RZAs Solo-Alben…)eng mit ihm zusammengearbeitet hat. Beretta versteht es wie kaum ein anderer, auf Tracks nicht nur Texte zu rappen, sondern gleichzeitig gefühlsbetont und emotional zu klingen, also Stimmungen zu vermitteln, die bei vielen nicht rüberkommen.
5/5
14: The Empty 7 Theme (Instrumental)
Mit 3:17 das mit Abstand längste Zwischenstück. Auch hier solide Arbeit, mit vielen eingebauten „Spezial-Sounds“.
(ohne Bewertung; zwar länger als bisherige Instrumentals, aber ein gleichwertiger Vergleich zu den „richtigen“ Tracks ist wohl kaum möglich)
15: Baby (Maurice)
Uh, der Track passt irgendwie gar nicht in den bisherigen Albumsverlauf! RZA hätte es bei den 2 Stone Mecca Tracks belassen sollen, der 3. Soul-Track von Maurice (wobei hier wohl eher RnB treffender wäre) überzeugt mich überhaupt nicht. Für mich der erste wirkliche Skip-Track.
1,5/5
16: Take Sword Pt. 2 (60 Second Assassin feat. True Master)
Nach dem ersten Take-Sword-Part weckt alleine schon der Titel bereits hohe Erwartungen. Auf mystischem Beat ist endlich nach längerer Zeit mal wieder Sunz of Man’s 60 Sec. Assassin auf einem Wu-Release zu hören. Guter Part, erinnert mich fast ein bisschen an meinen Favourite-Gravediggaz-MC Poetic (RIP). Noch überraschender dürfte der Auftritt des Wu-Producers True Master sein, der in der Vergangenheit nur äußerst selten auch selbst als Rapper in Erscheinung getreten ist. Und True beweist hier, dass auch Producer “Master�? am Mic sein können – woran ich nach DJ Tomekks Odyssee in die MC-Welt schon jeden Glauben verloren hatte…Insgesamt starker Track, der aber nicht an den ersten Part rankommt.
3,5 – 4 von 5
17: Bazooka Fight 2 (Instrumental)
Beinahe identisch mit dem ersten Part.
(ohne Bewertung)
18: Fury in My Eyes/Revenge (RZA feat. Thea)
Der Anfang des Tracks gefällt mir nicht besonders, vor allem die Stelle kurz bevor Thea einsetzt stört mich ziemlich. Thea liefert jedoch eine gute Leistung ab, ihre Stimme ist vielleicht Geschmackssache aber auf jeden Fall was besonderes, keine unter 1000 die alle gleich klingen. RZAs Parts sind von gewohnt souveräner Qualität.
3,5/5
19: Afro Samurai Theme (First Movement) (Instrumental)
Erinnert mich ein bisschen an einen Track des Kill Bill Soundtracks, aber den fand ich besser. Klingt teilweise ein bisschen zu „steril“ nach Computer-Sounds.
(ohne Bewertung)
20: Afro Samurai Theme (Second Movement) (Instrumental)
Nahtlos schließt sich der 2. Part der Afro Samurai Theme an, auch dieser ist weder spektakulär noch schlecht.
(ohne Bewertung)
21: Insomnia (RZA aka Bobby Digital)
Nachdem RZA kürzlich ein neues Bobby Digital Album in Aussicht gestellt hat, lässt er sein Alter-Ego schon vorzeitig wieder auferstehen. Und das Comeback ist absolut überzeugend. Smoother Beat mit gewohnt sexy gehauchten „Bobby“-Lauten liefern die Grundlage für einen Bobby Digi in Höchstform. Sehr guter Beat + sehr gute Bobby-Parts = sehr guter Track
4 – 4,5 von 5
22: So Fly (RZA aka Bobby Digital feat. C.C.F. Division)
Funky Beat für Bobbys 2. Auftritt auf dem Album. Nachdem Freemurda bereits zuvor auf zwei Tracks seine Skills unter Beweis stellen durfte, darf hier auch sein C.C.F. Divison Kollege Shacronz ran. RZA liefert als Bobby wieder etwas „seichtere“ Lyrics, aber genau dazu ist der Charakter ja auch da. Mir gefallen die Bobby-Tracks ala Insomnia aber besser
3 – 3,5 von 5
23: We All We Got (RZA feat. Black Knights)
Lang ists her, dass man mal wieder was von RZA zusammen mit den Black Knights gehört hat. Klar, dass diese Kollabo mit den West-Coast-Killabees als Bobby Digital zelebriert wird. Der Beat kommt dann auch ziemlich im West-Coast-Style daher, leider nicht ganz mein Geschmack. Schade außerdem, dass Doc Doom vor seinem Tod nicht mehr auf den Track aufspringen konnte (RIP).
2,5 – 3 von 5
24: Glorious Day (RZA aka Bobby Digital feat. Dexter Wiggles)
Abschließend macht Bobby doch noch Lust auf mehr: düsterer Beat mit Drums, die an “Brutality�? von P-Sunns letzem Album erinnern. Dexter Wiggles’ Gesang fügt sich darin auch gut ein, da er der Stimmung des Tracks angepasst ist und geschickt mit einem etwas unmelodischen „Glorious Daaaaaay“ hantiert.
3,5 – 4 von 5
25: Series Outro (Instrumental)
„Series Outro“ war glaube ich der erste Track, den ich von „Afro Samurai“ je gehört hatte, wahrscheinlich gar der erste, der auf der Homepage der Reihe (http://www.afrosamurai.com) zu hören war. Schön, dass der Track es auch auf den Soundtrack geschafft hat. Guter Abschluss!
(ohne Bewertung)
Fazit:
Nach “Wu-Tang meets the Indie Culture” und “Fishscale” endlich wieder ein Album, das nicht nur durch einzelne Tracks sondern als Ganzes überzeugt. Gute Verknüpfung der Tracks, der Soundtrack hat eine ganz eigene Atmosphäre, die beinahe ungebrochen aufrecht erhalten wird. Hinzu kommen mit “Just A Lil Dude” “Afro Cameo” und “Take Sword Pt.1” drei Tracks, die nicht einfach “dope”, sondern ganz große Klasse sind.
MANJUU
Zur Verfügung gestellt von: www.wu-famnatic.com
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