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J Dilla

»Ruff Draft«

Puristen hatten im Vorfeld Bedenken, dass der Low Budget-Charme von „Ruff Draft“ beim Remastern verloren gehen könnte und das ganze Unternehmen in Leichenfledderei Tupac’schen Ausmaßes enden könnte. Völlig unnötiges Unken, Stones Throw macht mal wieder alles richtig und spendiert gar zwei unveröffentlichte Tracks, Alternate Takes und alle Instrumentals.
Allein das völlig wahnsinnige „Wild“ mit einer sensationellen Interpretation von „Cum on feel the noise“ macht einen erneuten Kauf für die glücklichen Besitzer der Groove Attack Erstpressung unumgänglich. Auch, das ein bereits bekanntes Interlude ausbauende, „Take Notice“ ist nicht weniger als eine Offenbarung. Ein torkelnder Slow Motion Psychedelic-Stomper, der wieder mal demonstriert, warum Dilla Dawg so dermaßen unfehlbar war.
Und das bereits bekannte Material ist auch 4 Jahre später immer noch eine Sensation. Die unberechenbare Weirdness von „Champion Sound“, die organische Wärme von „Welcome 2 Detroit“ und die synthetische Verspieltheit von „48 Hours“ komprimiert in 28 furiosen Minuten. Chapeau, Mr Yancey!

F.Aigner

‘Ruff Draft ‘ im HHV-Shop