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2econd Class Citizen

»Wyred Folk EP«

„Downtempo ist tot, das Genre durch „Endtroducing“ bereits perfekt auf den Punkt gebracht, jeder Reanimierungsversuch eine Übung in Redundanz.“ So weit die gängigen Vorurteile. Glücklicherweise teilt das Berliner Label Equinox diese Einschätzung nicht. Seit gut 2 Jahren tut man sich, neben einem fast schon Lex’schen Artwork-Fetisch, durch Instrumentalexkurse in Sammlerauflage hervor, die beweisen, dass man nicht Hyphy (Shadow) oder Spex-Pop (RJD2) gehen muss, um den oben geschilderten Dilemmata zu entkommen.
Auch die neueste Veröffentlichung, die „Wyred Folk“ EP des Engländers 2econd Class Citizen, macht da keine Ausnahme. Im Gegenteil, sie erweitert das Equinox-Soundspektrum sogar um einige interessante Facetten.
„Wyred Folk“ lässt Akkustikklampfen sprechen, paart diese mit tief berührenden Gesangslinien aus obskuren Singer-Songwriter Perlen und packt treibende Hip Hop Drums drunter. Als Vergleichsmöglichkeit kommt mir spontan nur Blockheads „Expiration Date“ und Teile von Joey Beats „Indie Rock Blues“ Projekt in den Sinn.
Eine beeindruckende EP, auch deswegen, weil sie den Nörglern, durch den sehr eigenen Zugang , das Redundanzargument klaut.

F.Aigner

‘Wyred Folk EP’ im HHV-Shop