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Wem die Labels Anticon, Mush und die Interpreten Clouddead, Alias etc. ein Begriff sind, wird Scott Da Ros eventuell schon durch diverse Features und Remixes ein Begriff sein. Zudem ist das Multitalent Boss von Endemik Rec. (www.endemik.com). Sollte das dem ein oder anderen auch nichts sagen, so sei noch erklärt, dass es sich bei den beiden Labels um die beiden führenden Unternehmen im Bereich des „underground, electro-hiphop“ handelt. Der Style den die oben genannten Leute vertreten, ähnelt einem Horrorfilm oder Psychothriller Soundtrack, nur langsamer, düsterer und mit scheinbar unterbewussten Stimmen, die mal lauter, mal leiser, durch die Klangkonstruktionen mitrappen beziehungsweise -flüstern. Das alles bewegt sich immer zwischen Genie und Wahnsinn und sollte nicht unbedingt zu Halluzigenen gehört werden, da es vielleicht zu bösen oder nicht grade angenehmen „Filmen“ führen könnte. Aber vielleicht ist das genau die perfekte Mischung, um einem Samstag Abend die richtige Stimmung zu verpassen.
Der Anfang „No Second Chance“ sagt gleich das Ende und Motto des Albums vorraus und bildet zudem den Höhepunkt. Nichts geht mehr, keine Hoffnung, Aussichtsloskeit scheint die Aussage der Trompeten und der langsamen wehklagenden Stimme von „No Second Chance“ zu sein. Die Musik zur eigenen Beerdigung. Nach dem imaginären Tod wird der Hörer in die Unterwelt des „Suicide Raps“ geführt und reist Track für Track weiter. Begleiter sind wütende Raps und fiese Beats. Die Tracks des Mittelteils erinnern stark an andere Produkte aus dem Hause Mush, Anticon oder Endemik. So kreativ sie sein mögen, nähern sie sich einem „Antikommmerz-alternativ-electro-hiphop-Monopol“ das auch nur noch die gleiche Scheiße rausbringt. Der entgegengesetzte Sinn des ursprünglichen Vorhabens. Aber das 20 minütige Ende ist der zweite Höhepunkt des Ganzen und scheint, wider dem Anfang, eine zweite Chance zu prophezeien. Also, trotz der Kritik bleibt es interessant die Entwicklung von Scott Da Ros und seinem Endemik-Labels zu verfolgen und das jetzige Album ist auch mit mäßigem Hauptteil durch Anfang und Ende hörenswert.
lu
‘One Kind Of Dead End ‘ im HHV-Shop
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