spacer
spacer spacer

Big Mike & Statik Selektah

»The Sun Still Rises In The East/ East Coast Slang Vol.1«

Die Sonne geht immer noch im Osten, sprich in New York City, auf. Eine Weisheit aus Jerus Mund, der man jahrelang auch nicht ernsthaft zu widersprechen wagte. Bis, ja bis man sich an auf der gegenüberliegenden Seite der Staaten und, besonders verwerflich, im tiefen Süden aufmachte, um den Wahrheitsgehalt dieses in Stein gemeißelten Wortes mehr oder weniger überzeugend zu überprüfen. In dieser Zeit entschlossen sich die Kollegen Big Mike und Statik Selektah mit dem vorliegenden Mixtape allen Möchtegern G´s ein für alle mal klar zu machen, dass der härteste Beat, die beste Hook und die tightesten Skills im gelobten Land immer noch vom Big Apple kommen.

Fündig wurden Mike und Statik dabei vor allem im DefJam- Lager und da im speziellen beim eigentlich schon tot geglaubten Jay-Z und dem „HipHop ist tot“ predigenden Nasir Jones, die allein 5 Stücke auf dem Tape beisteuern und auch bei den Tracks ihrer Kollegen untergekommen sind. Um bei der Erfüllung der Mission auch auf Nummer sicher zu gehen, wurde zudem fast ausschließlich auf hinlänglich bekanntes New Yorker Personal wie Busta Rhymes, The Clipse, Raekwon, Ghostface, Fat Joe, Termanology oder Pharoahe Monch gesetzt. Mit den großen Namen ist man auf „The Sun Still Rises In The East“ vor bösen Überraschungen gefeit, ohne allerdings selbst mit großen Innovationen aufzuwarten. Aber immerhin steuert Hova auf „Blow Ya Mind“ und „Brooklyn High“ einen frischen Freestyle bei, Nas wartet mit einem ebenso gelungenen „Blood Diamonds“- Remix von Shine auf, um dann Styles P und Straw sowie Senkrechtstarter Termanology mit „East Coast Slang“ das Feld bestellen zu lassen. Um Tradition kommt man in New York einfach nicht herum und so werden hier und da, ganz nebenbei, ein paar Jingles vergangener Klassiker eingefügt, die eine Brücke zu den neuen wie Busta Rhymes´„New York Shit RMX“ feat. Nas, Papoose und M.O.P. schlagen. Fat Joe findet sich mit dem mitreißenden „Jealousy“ weiter hinten, gefolgt von Hova´s „The Prelude“, Pharoahe Monchs „Desire“, vom Alchemisten produziert und, Überraschung, noch mal Jay-Z mit „44 Hours“. Auf dem Album sollen noch West Coast Slang Bonus Tracks von Snoop und ein „One Blood“- Remix von The Game zu hören sein, den angekündigten von Dr. Dre produzierten „30 Something“ von Jay-Z habe ich leider vergeblich gesucht.

Fazit: Wer eh schon nicht ohne East Coast auskommt, wird sich auch „The Sun Still Rises In The East kaufen, in New York kann man ruhiger schlafen, denn Nachwuchssorgen braucht man sich gewiß nicht zu machen, siehe Termanology. Die Sonne wird also auch weiterhin am Big Apple aufgehen, auch wenn man sich über den einen oder anderen Underground-Act gefreut hätte.

Bito

Big Mike im HHV-Shop