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The Game

»Black Monday«

2006 kann wohl als eines der produktivsten Jahre in The Game´s Karriere angesehen werden. Fast parallel zum Album „Doctor´s Advocat“ und zwei Jahre nach seinem 2005er Durchbruch „The Documentary“, hat es sich Comptons derzeit wohl berühmtester Homie nicht nehmen lassen, mit „Black Monday“ noch ein Mixtape- Album zu veröffentlichen.
Nach der auch kommerziell extrem erfolgreichen „Documentary“- Scheibe sind die Ansprüche natürlich gestiegen, insbesondere was radio-taugliche Ware betrifft. Mit dem Vorhaben ein Mixtape-Album zu releasen, also scheinbar nebenher eine weitere Veröffentlichung laufen zu lassen, hat sich The Game dieses Problem geschickt vom Hals gehalten- und erst mal jede Menge Freunde a la Kam & Yung Bruh, Paul Wall & Trae oder I Rocc zur Unterstützung ins Studio eingeladen. Wobei der Begriff Mixtape in diesem Fall zu hinterfragen wäre, handelt es sich doch eher um ein weiteres vollwertiges The Game Album.

Die Powerbeats der beiden Vorgänger sind allenfalls auf dem düsteren Opener „A New Day“ übrig geblieben. Die Scheibe kommt sperriger („ 6 Million Ways“) und ruhiger(„ Keep My Name Out Ya Mouth“) daher, als man es erwarten durfte. The Game hat auf Black Monday“ einen Gang zurückgeschaltet, und ist so gar nicht erst der Versuchung erlegen, einen Klon seiner Erfolgsalben zu erschaffen. Neben Durchhängern, wie „Not Gunna“ mit überaus lahmen Vocals von den Paul Wall & Tray, oder dem nervigen „The Ghetto“, zeigt The Game spätestens auf „On And On“, dass Rap immer noch all „My Love“ gehört, um gleich anschließend klarzumachen „Where I´m From“, dem Highlight des Albums, mit schönem Glockenspiel und Filmsample und einem Game als Geschichtenerzähler in Höchstform.
Black Monday nimmt leider erst in der zweiten Hälfte richtig Fahrt auf, so dass leise Zweifel erlaubt sind, warum gleich 18 Tracks ihren Weg auf das Album gefunden haben, wenn zwölf oder dreizehn, dann aber gute, Tracks auch gereicht hätten. Denn seine Asse wie „Ain’t Nuthin“ (erinnert an alte Premo-Zeiten), “Snitch Unit“ oder dem schön sperrigen “When I’m Out“ schüttelt unser Held erst im zweiten Abschnitt gleich reihenweise aus dem Ärmel, um sich dann gegen Ende des Longplayers zusammen mit seinem Buddy Poetry auf „Can´t Figure Out“ mit einen funkigen Abschied zu gönnen.

„Black Monday“ funktioniert größtenteils auch ohne Mainstream- taugliche Hits. Wer die sucht, ist hier definitiv am falschen Ort. Wer es dagegen schafft, über die erste Hälfte der Scheibe hinaus zu skippen, darf sich über ein entspanntes Mixtape-Album mit einigen erlesenen Beats und Raps von The Game freuen, auch wenn „Black Monday“ an die Power von „The Documentary“ nicht heranreicht, was aber wohl auch nicht beabsichtigt war.

Bito

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