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Da isser wieder, der Schneemann, die fleischgewordene Adlib, das omnipräsente “Yeeeeeaaaaah“. Wenn sich das Debüt wie geschnitten Brot, oder, um der Materie gerecht zu werden, wie Schnee, verkauft, gibt es keinen Anlass etwas an der Formel zu ändern. Stumpf wie eh und je poltert und grölt sich der Snowman durch kriechende Bassmonster, die von der Soundästhetik so nahe beieinander liegen, dass die Grenzen zwischen den einzelnen Tracks verschwimmen.
Inhaltlich tut Jeezy alles um seiner im Vorfeld verkündeten Botschaft zu widersprechen, er wolle nun auch die schlechten Seiten des Pusher-Daseins offen legen. Nix da, hier gibt’s wieder Trap Romantik von der ganz derben Sorte und Jeezy ist selbstredend immer noch “bout his paper cuz Jeezy like to shine“.
All dies tut er wieder auf seine charmant dumpfe Art und Weise und in Verbindung mit einer “adlib here and an adlib there“ sowie den richtigen Beats entstehen dabei 3er-BMW Hymnen wie “J.E.E.Z.Y.“, “Go Getta“ (mit Mr Pee-Pee/Ah-Ah himself an der Hook) oder das von Timbaland gelacete, im Stile von “Sexyback“ wieder mit diversen Italodisco Sperenzien versehene, “3 AM“. Spätestens wenn dann DJ Toomp mit “I luv it“ genau da anknüpft wo er mit T.I.’s “What you know“ aufgehört hat und die Justice League auf “Bury me a G“ Jeezy Rucksackrückendeckung gibt, dürfte sich President Carter, wohl wissend um den nächsten Megaseller, im Def Jam Büro eine weitere Cohiba anstecken.
Ob Jeezy nun ein guter Rapper ist, kann ich auch nach diesem Album nicht entscheiden. Technisch bleibt er irgendwo zwischen Jim Jones und Malachi the Nutcracker, einen arschvoll Charisma und ein Talent mit geringen Mitteln große Wirkung zu erzielen, kann man diesem Dilettanten aber wahrlich nicht absprechen.
Wenn ich jetzt nur einen 318er hätte…
F.Aigner
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