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Dave Wolstencroft hat mit dem souligen KDJ-House seines Debüts mächtig abgeräumt. Wer jedoch seither seine Arbeit als Remixer und Labelchef von Prime Numbers verfolgt hat, konnte bereits ahnen, dass Trus’me sich ungern wiederholt. Anstelle von Bedroom-MPC-Akrobatik dominieren auf “In The Red” nun Live-Instrumentierung, Gesangsbeiträge und vor allem: Coverversionen. So haucht Trus’me mit Dam-Funk dem Boogie-Klassiker “Wheel Me Out” neues Leben ein, Bill Withers’ “Can We Pretend” begrüßt uns im lässigen R.A.M.P.-Gewand und das zugegeben etwas zu käsig geratene “Sucker” bereitet den Übergang zur zweiten Albumhälfte vor.
Jene hält dann, nach diesem entspannten Einstieg, die wahren Perlen bereit. Der Titeltrack ist eine furiose Fusion-Abfahrt, das brillante Interlude “?” wird auf der nächsten Maxi die verdiente Extended Version bekommen und der abschließende One-Two-Punch “Need A Job” / “Sweet Mother” beweist, warum Trus’me seit einigen Jahren als einer der kompetentesten Nachlassverwalter des klassischen House-Erbes gehandelt wird.
So ist “In The Red” eine konsequente Weiterentwicklung eines scheuklappenfreien Groove-Nerds, der dennoch nicht vergessen hat, was er am besten kann.
Florian Aigner
‘In The Red’ im HHV-Shop
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