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JIMI HANDTRICKZ

»BOSS MATSUMOTOS TRIP THROUGH THE UNDERGROUND«

Für dieses Album gilt es gleich mehrere Bonuspunkte zu verteilen. Zum einen finde ich den Namen »Jimi Handtrickz« für einen Turntablist sehr treffend gewählt. Zum anderen zeichnet sich der Berliner nicht nur in der Beherrschung der Wheels of Steel aus, er weiß auch den Zeichenstift meisterhaft zu bedienen und skizziert für seine Debüt-LP einen amüsanten Comic aufs Papier. Judging a record by its cover gilt es zu allerletzt für die Musik viele Punkte zu verteilen. Mal druckvoll nach vorne und von verzerrten Synthies begleitet, zitiert er Drum’n’Bass und sorgt mit akzentuiert gewählten Cuts für den Missing Link (»Kill Your Man«, »Cutting Beats«). Den Großteil der Produktionen aber durchläuft ein roter Faden der Melancholie, der vielen Produzenten der Zunft so eigen ist. Es treffen düstere Strings auf leichte, jazzige Klavier-Akkorde (»Credits«), ebenjene auf Western-Mundharmonika (»Shinjuku Prince«) oder traurige Soulstimmen (»Speed On The Highway«). Toll auch, wie er das angedeutet fröhliche Saxophon auf »Mediation« seziert und in einen Hitchcock-Soundtrack verwandelt.
Feine Platte, der nur eines fehlt: Das Gast-Feature von Kool Keith, der für mehrere Titel so geeignet wäre.

Paul Okraj

‘Boss Matsumotos Trip Through The Underground
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