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Das Schöne am, als unhip geltenden, New Yorker Quartett mit Lacoste-Faible und Akademikerhintergrund ist und bleibt die – Vorsicht, Sprach-Stolperfalle – Authentizität. Und wenn diese auch noch vom abgefeierten Debütalbum auf das zweite transportiert wird, so ist Platz eins in den US-Billbordcharts nur folgerichtig.
Klangtechnisch ist “Contra” erneut ein Gourmeteintopf bestehend aus Indie(pop)rock, karibischen Tönen, einer Prise Punk und einer großen Portion Afrika – im Prinzip die musikalische Fortsetzung aus 2008 und irgendwie selten an Leichtigkeit verlierend. Während die wirbelnd-chaotische Softpunk-Single “Cousins” in nur zweieinhalb Minuten einen recht imposanten Parforceritt durch einfach alles hinlegt, stellt “Diplomat’s Sun” einen Gegenentwurf dar: gemütlich-unaufgeregt, sechs Minuten lang Ruhepuls, dennoch gespickt mit dem ein oder anderen Bruch. Oder zum Schluss das (verhältnismäßig) kurz und schmerzvolle “I Think Ur A Contra”. Insgesamt eine bunte Mischung aus lieblich-gutlaunig, dann wieder wild-verspielt, positiv-hektisch und experimentell.
Unwichtiges in Klammern gesetzt: Das nachgespielte und minimal verfremdete “A-Punk” des Erstlings dient mittlerweile als musikalische Untermalung für einen drittklassigen Werbespot, ästhetisch und inhaltlich gesehen irgendwo zwischen KiK und C&A.
Regine Pfaff
‘Contra’ im HHV-Shop
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