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Wenn ein Künstler aus Richie Hawtins Plattenschmiede M_nus für die Fabric-Reihe bestellt wird, darf man getrost davon ausgehen, dass es sich nicht um einen reinen DJ Mix handelt. Nein: Hier werden Stücke digital seziert, editiert und miteinander verwoben. So bringt es Magda mit 33 Tracks auf die dreifache Menge, die Radio Slave in der Vorgängerausgabe kompiliert hat.
Das Leitmotiv ist derweil ein anderes: Die gebürtige Polin lässt sich bei diesem Mix von italienischen Horrorfilmen der 1970er Jahre inspirieren und setzt auf eine versetzt düstere Stimmung. Diese wird gefüllt durch allerlei trippiger Sounds, in alle Richtungen rollender Bässe, entkernter Synthies, Effekten und düsterer Strings. Die Grundstruktur dabei bilden Tracks von Magdas Labelkollegen Marc Houle, Heartthrob, Click Box oder Magda selbst. Dieses Korsett des minimalen Techno hat durchaus seine Stärken. Wirklich interessant aber wird es, wenn Technolegenden wie Yello, Christian Vogel, Jimmy Edgar oder die italienischen Disco-Waver von Goblin gezielt eingesetzt das mechanische Grundgerüst mit Leben und Atmosphäre füttern.
Paul Okraj
‘Fabric 49’ im HHV-Shop
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