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BAMBOO

»BAMBOO«

Ende der 1970er Jahre begann der zuvor mit Supermax bekannt gewordene Kurt Hauenstein mit der Produktion der surinamesischen Mädchenband Bamboo. Das Gespann spielte drei Alben ein, von denen das selbstbetitelte erste auch das bekannteste und bei Plattensammlern gefragteste werden sollte. 30 Jahre lang war das Album nur sehr schwer und zu hohärenten Preisen zu beschaffen, ehe es jetzt in einer Neuauflage auf Vinyl erschienen ist.
Mag man sich noch über eine unnötige Genrezuweisung streiten – egal ob klassische Disco, Cosmic oder Italo Funk; diese Platte ist eine Offenbarung der Funkyness in all ihren Facetten. Mit dem ersten Beat auf der Platte, dem Disco-Jam »Take What You What«, beginnt eine Reise in die Welt der rollenden Bassläufe, pulsierenden Polymoogs, treibender Percussion und süßlich-arrangiertem wie eskstatischem Gesang einer etwas anderen It-Band. Bei all dem Tempo, das das erste Stück vorlegt, gewinnt die Platte aber vor allem in Gestalt ruhigerer Stücke (noch mehr) an Format. Highlight der Hauenstein’schen Großproduktion anno 1979 ist die bombastisch instrumentalisierte und zuckersüße R&B-Herzschmerzhymne »Find Yourself«. Sensationelle Platte voller großer Gefühle.

Paul Okraj

‘Bamboo’ im HHV-Shop