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Es gibt sie, diese Künstler, die sich in zahlreichen Interviews mit einer klaren Meinung positionieren, gegen andere Meinungsführer anecken und doch alle Kritik an sich abprallen lassen können, weil ihre Produktionen über allem erhaben sind. Auch Jay Haze zählt zu diesen Künstlern.
Mit seinem housigen Alter Ego Fuckpony legt er jetzt für BPitch Control ein Album vor, das diesen Beweis zwar nicht mehr antreten muss, sich dennoch bereits mit dem ersten Stück allen Zweiflern entledigt. »Let The Love Flow« ist eine Sammlung zehn brillanter, vollkommen auf Samples und Loops verzichtender Kompositionen (weil der Terminus »Stück« oder »Track« der Sache hier nicht gerecht wird), die derart feinfühlig ausgearbeitet, arrangiert, poliert und übereinandergeschichtet sind, dass man als Hörer gar nicht anders kann, als ein wenig bewegt zu sein.
Trotz Titeln wie »Real Love Is Forever« oder »Orgasm On The Dancefloor Saturday Night« klingen die Stücke bei all den zuckersüßen Synthiemelodien, Strings, Bläsern oder Pianos niemals cheesy, sondern reifen gerade unter Einsatz von Vocals (»I Know It Happened«, »Fall Into Me«) dank Jay Haze’ Kompositionsgespür zu kleinen Epen heran.
Paul Okraj
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