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Blaq Poet

» Tha Blaqprint«

»[…] ain’t nuttin’ wrong with that kiddie-shit, but this was been missin’, Premo on the beat and me on the rhyme, that means it’s heat on the streets, it’s about that time […]«. Blaq Poet gibt die Route auf seinem zweiten Soloalbum »Tha Blaqprint« bereits im Introsong selbst trefflich vor. Aber was soll man auch erwarten, wenn die zwei Hardcore-Rap-Konstanten Premo und Poet aufeinandertreffen?!
Und so bellt Blaq Poet wie eine verlebte Straßentöle auf 15 Tracks seine Lehre über die Straßen von QB und knurrt im Vorbeigehen Rapper in engen Hosen und fake Internet-MCs an. Auf lange Zeit ist dieses permanente Realkeepen jedoch recht ermüdend, zumal der knapp 40-jährige Veteran mit der rauen Reibeisenstimme eher zu den rustikalen Vertretern seiner Zunft gehört. DJ Premier serviert dazu seine gewohnt straighte Beatformel und formt eine in sich geschlossene Ballung an herrlich unangepassten und eigenen Streetbangern. Da Poet fast ausschließlich auf Premier an den Boards setzt, wird diese Platte sicherlich mehr Aufmerksamkeit finden als sein Solodebüt von 2006 und all jene ansprechen, die sich fragen, wie Gang Starr wohl heute klingen würden.

Benjamin Mächler

‘Tha Blaqprint’ im HHV-Shop