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Am Anfang ging alles sehr schnell. Als Mitte 2003 seine ersten Singles »I Luv U« und »Fix Up Look Sharp« veröffentlicht wurden, spitzte sich gerade der Hype um die Underground-Szene aus dem Osten Londons, dem Stadtteil, in dem Dylan Mills großgeworden ist, zu. Grime wurde diese Musikrichtung genannt, die ihre Einflüsse aus Hip-Hop, 2-Step und elektronischer Tanzmusik bezog und deren Beats trocken, pur, entblößt, unmittelbar aus den Boxen trat.
Sechs Jahre später hat sich einiges verändert und Dizzee Rascal ist der einzige der ehemaligen Cliquen Roll Deep Crew und So Solid Crew, den man einen Superstar-Status attestieren kann. Aus dem »Boy On Da Corner« ist ein Coverboy geworden. Genau von diesem Werdegang erzählt mal direkt, mal indirekt das inzwischen vierte Album, »Tongue’n’Cheek«, des immer noch blutjungen Künstlers. Bereits die Hit-Single »Dance Wiv Me« aus dem letzten Jahr, als auch die jüngsten Veröffentlichungen »Bonkers« (mit Armand van Helden) und »Holiday« haben gezeigt, dass das Spektrum des 24-jährigen enorm gewachsen ist.
Das Album erweitert diese Aspekte noch, wobei die Raps des Briten so manche musikalische Verfehlung geschickt zu retten wissen. Mit Grime hat das aber nichts mehr zu tun. Das ist schlicht gut gemachte Popmusik.
Kurt Mohr
‘Tongue’n’Cheek’ im HHV-Shop
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