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Wie kaum ein zweiter versteht es Alchemist sowohl Stones-Throw-Fanclub-Mitglieder als auch Leser der HipHop-BRAVO zu erfreuen und so versammelt er auf dem Sequel seines 2005er Debüts wieder das beinahe Beste aus den drei Welten Straße, Rucksack und Club. Mit den Jahren veränderte sich nicht nur Alchemists Produktionsstil, sondern auch die VIP-Kontaktliste seines Blackberrys. Die Chance zum Muskelprotzen lässt sich ALC ergo nicht entgehen und so geben sich Em’, Jada, G-Rap, Snoop oder Twista auf Album Nr. 2 ein munteres Stelldichein.
Eine beachtliche Werkschau, der für meinen Geschmack die entsprechende Geschlossenheit fehlt und ausgerechnet mit der Handtuchschwenk-Hymne „That I’ll Work“ der Südstaatler Three 6 Mafia und Juvenile den einzigen Dauer-Repeat-Kanditaten birgt. ALCs schwache Mic-Performance, der es weniger an Sprachwitz als an Charisma und Stimmgewalt fehlt, schmälert ferner die unbestrittene Qualität des letztlich unrunden Albums.
Vielleicht begründet in der Tatsache, dass Al zwar das Rezept für einen Albumhöhepunkt hat, doch abgesehen von „Return of the Mac“ auch nie eine komplette LP mit einem Solo-Künstler produzierte.
Benjamin Mächler
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