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»Dr. Boondigga And The Big BW«
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Wer der titelgebende Dr. Boondigga ist, worin er überhaupt promoviert hat, und ob »The Big BW« für Barbwire, Backwash oder Barry White steht, konnte auch nach mehrmaligem Durchlauf nicht zweifelsfrei ergründet werden. Wahrscheinlich handelt es sich am Ende doch bloß wieder um irgendwelche zotigen Jugendcodes für ›Heavy Petting‹. Zumindest eine ansprechende Soundkulisse gäbe der vorliegende Longplayer dafür durchaus her.
Getreu dem Motto »Chill At Will« improvisieren und frickeln sich die Wellington-Wild-Boys in knapp 70 Minuten Spielzeit durch eine gerade mal einstellige Playlist, die zum Ausgleich für die spärliche Anzahl an Anspielstationen jedoch mit der vollen stilistischen Breitseite aus Reggae, Dub, Downbeat, Funk, Jazz und Soul aufwartet, sodass man aus dem vorausgefüllten Beschwerdeformular kurzerhand einen fluffigen Papierflieger bauen kann, um auf den smoothen Melodiebögen des Dr. Boondigga sanft dem instrumentierten Sonnenuntergang entgegenzuschweben.
So präsentiert sich »The Raft« als kuscheliger Pop-Reggae-Tune für Leute, die normalerweise nicht viel von Ganja-geschwängerter Luft, Jerk-Chicken und Dreadlocks halten, »The Camel« ist der akustische Beleg dafür, dass die behöckerten Huftiere es im Regelfall eher gemächlich angehen lassen und der »Wild Wind« bläst einem vor allem ganz tief wabernde Soundschwaden ins Gesicht. Die gemütliche Fraktion ist bei Fat Freddys Drop nach wie vor gut aufgehoben.
Daniel Schieferdecker
‘Dr. Boondigga And The Big BW’ im HHV-Shop
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