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»The 1960’s Jazz Revolution again«
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Bedient J. Rawls die Klangregler, könnte man meinen, sein Initial stünde für »Jazz«. Unüberhörbar ist seine Leidenschaft für Samples aus diesem Genre. So ist Jay Are neben The Liquid Crystal Project mittlerweile auch schon sein zweites Projekt, das sich speziell den Jazz-Roots der Rap-Musik widmet. Verstärkung hat er sich diesmal mit John Robinson von Scienz of Life in die Jazz-Jolle geholt.
Schon nach einer kurzen Lektion über die Freiheit des Schaffens von John Coltrane kann die entspannte Groove-Cruise durch melodiöse Gewässer vergangener Tage losgehen. Organische Soundkulissen werden dabei direkt aus den 1960er Jahren importiert und wechselseitig mit Raps von Robinson oder Soul-Elementen angereichert.
Fahrtwind nimmt das Album auf, wenn die warmen Jazz-Harmonien für »Shooting Smack« und »1 Of The Greatest« mit klassischen Boom Bap fusionieren. Während die Samples knistern wie altehrwürdiges Blue-Note-Schellack, stampfen die erdigen Basslines dazu im Takt. Damit gelingt Jay Are das Konzept der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Es ist, als könne man J. Rawls beim Crate diggin’ in einer verstaubten Kiste mit Jazz-Platten über die Schulter schauen. John Robinson hilft ihm schließlich dabei das Vinyl sachte neu aufzulegen.
An keiner Stelle drohen die musikalischen Schwergewichte zu kentern und bringen den Hörer trocken und erholt wieder an Land.
Andreas Margara
‘The 1960’s Jazz Revolution again’ im HHV-Shop
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