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Mobb Deep

»The Safe is cracked«

Auf ein neues Mobb Deep Album kann man noch lange warten, da Prodigy seine Haftstrafe weiterhin absitzt und Havoc in der Zwischenzeit Solo unterwegs ist mit seinem zweiten Album “Hidden Files”, welches dieses Jahr im Februar erschienen ist. Also brechen die beiden erneut ihren Safe auf und schenken uns 14 unveröffentlichte Tracks. Diese sind vor einigen Jahren entstanden und erinnern stark an die Zeit zwischen “Murda Muzik” und “Infamy”.
Der Sound auf “The Safe Is Cracked” versetzt einen gefühlte zehn Jahre in die Vergangenheit zurürck, also noch vor G-Unit Einflüssen und noch vor Havocs Ausflüge in die Synthesizer-Welt, die einige Fans die letzten Jahre etwas verärgerte. Man erlebt noch einmal die kratzigen Beats mit Straßengeschichten aus Queensbridge über Sex, Drogen und Gewalt.
Für den typischen Sound sorgen die smoothen und dennoch aggressiven Raps auf Havocs krachenden Drums und dynamischen Hintergrundklängen wie das Phantom der Oper-Sample auf “Watch Ya Self”, welches aber schon 2006 unter dem Namen “Horror Flick” auf DJ Mellos “Big Business”-Mixtape erschien.
Etwas entspannter ist dagegen das Piano geführte “Heat” und die lässige Gangster-Hymne “M.O.B.” auf denen die Genialität der beiden deutlich herausragt und man sich fragen muss, warum zur Hölle diese Tracks vorher nie veröffentlicht wurden. Ebenfalls eines Studio-Albums würdig sind “Get Out Our Way” und “Infamous” in denen sie ihre lyrische, sowie beattechnische Schlagkraft unter Beweis stellen, die sie einst so ‘infamous’ machte.
Diese Compilation alter Schmuckstücke hätte auch locker als deren achtes Studio Album durchgehen können, als eine Art back to the Roots. Am Ende nichts Neues, aber ein absolutes Muss für jeden Mobb Deep Fan.

Tony Kunstmann

‘The Safe is Cracked’ im HHV-Shop