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Seit den 1990er Jahren ist Jace Clayton als DJ/Rupture ein fester Bestandteil der Drum’n’Bass an der amerikanischen Ostküste. Doch wie so viele treibende Kräfte dieses Milieus hat es ihn nach und nach zum Dubstep verschlagen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sein letzer DJ-Mix »Uproot« eine Schnittmenge aus Dub, Reggae und eben Dubstep bildet.
Der bereits 2007 aufgenommene Mix wirkt in keiner Sekunde staubig. Vom fulminanten Opener »Reef« von Baby Kites and Nokea über die Cocoa-Teasche-Referenz »Elders« von Clouds hin zu einem klassischen Einschub mittels »Ekkehard Ehlers plays John Cassavettes« und endend mit dem brachialen Wortfeuerwerk des Brooklyn Anthems über Quest’s Dancehall-Stepper »Mirage« ist dieses Album aus einem genreübergreifenden Guss, der mehr als nur das Aneinanderreihen von Musikstücken ist.
Der Künstler aus Boston, Massachusetts kreiert einen neuen, eigenen Blickwinkel, der Schubladen verschwinden lässt. DJ/Rupture ist in diesem Sinne mehr Theoretiker als Musiker. Er überblickt das große Ganze mit einem Wimpernschlag. Großer Sport!
Sascha Leutloff
‘Uproot’ im HHV-Shop
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