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Dirty Projectors

»Bitte Orca«

Ein Witz: Kommt ein Mann zum Fischhändler. Sagt der Fischhändler: »Was hättens‘ denn gerne: Thunfisch oder Killerwal? Antwortet der Mann: »Bitte Orca.« – Wie bitte sonst ist die bekloppte Namensgebung des fünften Albums von Dirty Projectors zu erklären? Die New Yorker Bande um David Longstreth ist bekannt für kleine Scherze. Ihr letztes Album »Rise Above« ist eine intuitiv aus der Erinnerung nachgespielte Fassung des Black-Flag-Albums »Damaged« und zu Recht als eines der besten Alben 2007 gefeiert worden. »The Getty Address«, zwei Jahre zuvor, war eine Hommage an Eagles-Drummer und Songwriter Don Henley in Form einer Rockoper.
Das neue Album »Bitte Orca« ist dann aber doch keine Reminiszenz an die Gesänge der Wale, sondern referiert zuförderst auf die Band selbst. Das Cover ist in der Aufmachung eine klare Referenz zum 2004er Album »Slaves‘ Graves & Ballads«. »Cannibal Resource«, der Eröffnungssong, zeigt vertrackte Arrangements, chorale Zweistimmigkeit, Handclaps. Nach und nach kommen Versatzstücke von Soul, Spuren von Folk und Verbeugungen vor großartiger Popmusik hinzu. Allein vor der Single »Stillness Is The Move« kann man sich nur verbeugen.

Elsa van Heijnsbergen

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