|
|
Im Spätsommer 2008 machte die Wahlkölnerin Fleur Earth das erste Mal auf sich aufmerksam. Zusammen mit Twit One an der MPC hatte sie das Minialbum »Skurreal« herausgebracht, das dank einer beachtlichen Stimme auf organischem Klangunterbau Vergleiche mit Erykah Badu, Madlib und Dudley Perkins nach sich zog.
Nach diesem kleinen Vorspiel ist nun auf dem Melting Pot Music ihr erstes Album »Soul des Cabots« in Bandstärke erschienen. Vieles auf »Skurreal« hatte noch Entwurfscharakter und hörte sich nicht bis ins letzte Glied ausgefeilt aus, was ja keineswegs schlecht sein muss (»Skurreal« selbst ist hier das beste Beispiel). Doch »Soul Des Cabots« wirkt dagegen ausgereifter und mit mehr Liebe fürs Detail aufgenommen. Textlich beweist Fleur Earth erneut, dass Soul auf Deutsch sehr wohl funktioniert. Ihre abstrakten Bilder fordern immer wieder von neuem die Aufmerksamkeit des Hörers ein.
Während der Sound ausgereifter wirkt, konnte Fleur Earth Experiment die Wärme der »Skurreal«-EP konservieren, diese Wärme, die einem ein sofortiges Gefühl von innerer Ausgeglichenheit vermittelt, wenn man auf »Play« drückt. Einfach gute Musik.
Johannes Desta
‘Soul Des Cabots’ im HHV-Shop
|