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80) RZA, Big Daddy Kane & GZA – Cameo Afro Kane kann man wohl auch noch in 25 Jahren nachts um 3 rausklingeln, ein Mikro vor die Nase halten und er würde nicht eingerostet klingen. GZA fühlt sich ebenso zu Hause über RZAs minimale Unterlage und ich lächle zufrieden. 79) Public Enemy – Harder than you think Endlich wieder. Flavor Flav ohne New York und Hoopz im Schlepptau, Chuck D hungrig wie lange nicht mehr und triumphale Horns – schon haben wir den besten Public Enemy Song seit ich weiß nicht wie lange. 78) Herve – Cheap Thrills Herve lässt seine sich permanent überschlagende Trademark-Bassline zu Hause und tranchiert stattdessen “Thriller”. Manche mögen ‘Captain Obvious’ skandieren, aber sind das nicht auch die, die dann morgens um 3 ekstatisch die Hände in die Luft reißen, wenn das hier in ihrem Koksclub gespielt wird? 77) The Wombats – Let’s dance to Joy Division Ein Song, der auch nach 30 Sek vorbei sein könnte und trotzdem seinen Platz hier nicht verlieren würde. Allein dieser herrliche Akzent bei “I’m back in Liverpool“ hätte schon gereicht, dass dann aber noch ein Weltklasse-Mitgröhl-Chorus folgt, schadet auch nicht. 76) Prodigy – My world is empty without you Prodigy nuschelt mal keine Todesdrohungen sondern geht unter die Verschwörungstheoretiker über einen Supremes-Klassiker. Ghostface bekommt langsam Konkurrenz bei diesem Soul-Originale-Scheiss. Soll wohl auf “H.N.I.C. II” sein, welches noch vor Ps Zwangsaufenthalt im Bau erscheinen soll. 75) The Raveonettes – Aly, walk with me Was ‘n das? DJ Krush Drums, Velvet Underground Psychedelica, Sonic Youth Noise Attacken und eine markante aber fast brüchige Stimme, die Aly bittet an ganz vielen Orten mit ihr zu laufen. 74) T2 – Heartbroken “Umbrella-ella-ella-eeeeh-eeeh” und “Lip Gloss” haben es dann doch nicht auf die Liste geschafft, aber dieser Klingelton-Hit von der Insel musste schon sein. So catchy. 73) Devin the Dude – Hope I don’t get sick a dis Gibt es jemanden, den man nicht als Senfflecken-Proll abstempelt angesichts solcher Zeilen wie “I’m sticking this dick up in these bitches, it’s getting ridiculous, I hope I don’t get sick a dis” außer Devin? Besonders interessant auch, wie konträr sich der sehr dunkle, von brillanten Keys getragene Beat zu Devins seichtem Boasting verhält. 72) Quasimoto – Hydrant Game (J Dilla remix) Das hier wäre sicher im vorderen Drittel gelandet, hätte sich Peanutbutter Wolf nicht so lange bitten lassen. Bereits kurz nach Dillas Ableben auf Madlibs Myspace-Page aufgetaucht, sorgte dieser Track monatelang dafür, dass ich eben jene täglich 2-3 täglich besuchen musste. Dieses Jahr wurde das Teil dann endlich auf B-Ball Zombie War veröffentlicht und überraaschenderweise hängt es mir immer noch nicht annähernd so zum Hals raus, wie man nach 1,5 Jahren Dauereinsatz vielleicht vermuten könnte. 71) Sharon Jones & The Dap-Kings – 100 Days, 100 Nights Diese Gospelbridge bei 1.50 Min bringt ja eingeschworene Agnostiker zum Kniefall. 70) Teenage Bad Girl – Cocotte Welch fieses Cut-Up-Inferno. Welch genialer Kontrast zwischen cheesy Synths und peitschenden Drums. Welch herrlich französisches Video. 69) Boxcutter – Foxy Was für ein paradoxer Track: wildes IDM-Geglitche, fiese 2-Step Rhythmik und drüber liegt dieses Willie Hutch Sample, das schon Mobb Deeps “Still Shinin” und Masta Aces “Good ol love” veredelte. 68) Shinichi Osawa – The Golden Eläctro/Nuuuu Reiv. Voll auffe Nüsse. Nichts Neues oder Überkreatives. Aber verdammt nochmal dermaßen effektiv. 67) DJ Drama & Outkast – The Art of Storytellin’ 4 Auftritt Andre: “She said ‘why in the club n you don’t make it precipitate? Reicht, oder? 66) Benga & Coki – Night Was die beiden hier zusammengeschraubt haben, erreichte in London schon beinahe “Midnight Request Line” – Status. Am ehesten das was man einen Dubstep – “Hit” nennen kann. 65) Mark Ronson – Valerie (ft. Amy Winehouse) Während “Toxic”, “Just” und “Oh my god” im Laufe des Jahres unter leichten Abnutzungserscheinungen litten, bleibt dieses herrlich druckvolle Zuttons-Cover auch nach Monaten noch frisch wie Max. 64) The Presets – My People Und weil’s so viel Spaß macht nochmal YouTube: Fast besser, weniger eingängig: der zickige D.I.M. Remix. 63) Prinzhorn Dance School – I do not like change In einer guten Welt wäre das der Titelsong zur längst überfälligen Kino-Adaption von Marc Aurels Leben. Stoischer geht’s nun echt nicht. 62) Björk – Innocence “Volta” war ja nun nüchtern betrachtet doch eher unspektakulär, aber “Innocence” waren die 4 Minuten, die genau das einlösten was ich bei der Kombination Björk/Timbo im inneren Ohr hatte. Amok-Synthies, Mortal Kombat-Schreie als Kick-Ersatz und die mit dem Schwanenkleid mit mächtig Schizo-Power. Unfassbar auch was Björk Fans für Videos drehen. 61) Juelz Santana – The 2nd coming Arbeitet Just Blaze eigentlich mittlerweile in der Carnegie Hall? Was er hier wieder zusammenkleistert klingt so gar nicht nach stickigem Studio. Umso erstaunlicher, dass Juelz mit diesem unfassbar überproduzierten Bombast derart lässig zu Recht kommt. Kann das mal jemand auf eine 12” packen, muss haben, dalli. ******************************************************************** TEXT + AUSWAHL: FLORIAN AIGNER ******************************************************************** |

