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******************************************************************** 100) Apparat – Hailin’ from the edge Während sich Apparat auf einem Großteil von “Walls” elegischer Kraut-Tronica verschrieben hat, ist es besonders das etwas mehr nach vorne programmierte “Hailin from the edge” das sich beständig den Weg in meine Gehörgänge bahnte. 99) Panda Bear – Comfy in Nautica “Person Pitch” > “Strawberry Jam”. Und dieses hypnotische Meisterstück entfaltet gerade in Kombination mit dem Video all seine Klasse. 98) Show & AG – The world is listening Es gibt ganz wenige, die mit so wenig Aufwand beim Rappen so große Wirkung erzielen wie AG. Ähnlich wie Prodigy ‘flowt’ AG eigentlich nur im weiteren Sinne, das hier ist eigentlich eher Spoken Word-Brabbeln als Flexen, aber es klingt so unendlich lässiger und kompetenter als bei diesen ganzen Triple-Time Clowns. Shows Beat ist minimal, aber fügt sich ausgezeichnet ein. 97) Mika – Love today (Switch remix) Mit Mikas Formatradio-Discopop steh ich an sich etwas auf Kriegsfuss, aber nach dem Switch “Love today” durch den Fleischwolf gedreht hat, bleibt außer “Everybody…Love today” auch nicht mehr viel davon übrig. Warum muss ich bei dem hier immer sofort spackige Aerobic-Moves auspacken und debil grinsen? 96) Devendra Banhart – Sea Horse “I’m high and I’m happy and I’m free” und dass ich dann besonders lange und clever strukurierte Folksongs schreibe, die in meiner besten Jim Morrison Gedächtnispose enden, könnt ihr hier nachhören. Man muss ihn halt einfach mögen, den Sonderling. 95) El-P – Poisenville Kids No Wins/Reprise Dass “I’ll sleep when you’re dead” eigentlich nur als Ganzes funktioniert, wurde mir so richtig erst beim Zusammenstellen dieser Liste bewusst. Die abschließende Industrial Hop Oper “Poisenville Kids” musste dann allerdings doch noch mit rein. 94) Pharoahe Monch – What it is Für alle die moserten, Pharoahe hätte seine lyrischen Spagate zu arg eingeschränkt auf “Desire”: Suck on that! 93) Lil Wayne & Birdman – Stuntin like my daddy (Lazer Sword remix) Hat die endlich jemand gesignt? 92) DJ Mehdi – Signatune (Thomas Bangalter More Kick edit) Der Roboter hatte ein Einsehen. Konnte ja auch nicht angehen, dass eins der potentiellen Highlights auf Mehdis letzjährigem “Lucky Boy” als Interlude versauert. Großraumdissen-Drums druntergepackt, 4 Minuten länger gemacht und eines der 5 besten Videos des Jahres dazu – fertig! 91) Von Südenfed – Fledermaus can’t get it Geht’s noch schnoddriger? Mark E. Smith versucht gar nicht erst die von Mouse of Mars aufgebauten Wände einzureißen, viel mehr bleibt er unten stehen und schifft mit patentierter Clochard-Intonation dagegen. 90) 2econd Class Citizen – Wishing Well Vielleicht werde ich langsam alt, aber diese Kirchenchor-artigen Samples kriegen mich jedes Mal. Gepaart mit knistrigen Folk-Gitarren und nachdrücklichen Drums entstand hier eines der bemerkenswertesten Stücke aus der Abschlussklasse 2007 der “Endtroducing”-Schule. 89) PJ Harvey – When under ether Polly ist traurig, sehr traurig. Ich hoffe nie in die Verlegenheit zu kommen, aber so was hört man wahrscheinlich bevor aus zwei 32 Schlaftabletten werden. Hilfe, geht das unter die Haut. 88) Felix da Housecat – Pretty girls don’t dance (What should I do) Alles was auch nur entfernt wie “Funkytown” klingt, geht bei mir aus Prinzip schonmal durch. Dazu noch eine Prise Gaga-Vocals (“Pretty Girls don’t dance, they just pose to Techno”) und ein dämlicher Songtitel – Voila, Platz 88. 87) Arctic Monkeys – Old Yellow Bricks mckman27 wrote: “arctic monkeys are awsome, i like there voices” 86) Rodion – Fisico Gleich nochmal YouTube: Dass die Herren Bangalter und de Homem-Christo mal kurz Gomma gekauft haben wäre mir neu, aber Rodion weiß schon ganz genau was er mit seinen “Syntesisern” macht. Und Top Gun-Videos in denen der Pilot rhythmisch zum Takt nickt sind eh ganz weit vorne. 85) Kate Nash – Foundations Man sollte sich nicht durch den Umstand aus dem Gleichgewicht bringen lassen, dass Fräulein Nash jetzt auch gerne im Pop-Rock-Radio für die Ü-40 Fraktion mit Musikgeschmack “eigentlich alles” gespielt wird. Viel bessere Popsongs, die gleichzeitig auch nicht mehr sein wollen als eben genau das, haben wir seit “Alright,Still” nicht gehört. 84) Hot Chip – Ready for the floor (Soulwax dub) Ich komm nicht mehr mit. Jetzt gibt es schon ausgewachsene Remixes bevor das Original in voller Länge überhaupt das Licht der Welt erblickt? Soulwax veredeln einen der kommenden Hits von Hot Chips (nach kurzer Promoinspektion wie erwartet superem) “Made in the dark” mit Elementen aus ihrem “DARE” Remix für die Gorillaz und raus kommt mal wieder Großartiges. 83) Does it offend you, yeah? – Battle Royale Ok,ok, ja auch der hier zirkulierte schon letztes Jahr, aber erstens war offizielle VÖ in diesem Kalenderjahr und zweitens lasse ich mir bestimmt die Möglichkeit nicht durch die Lappen zu gehen ein Power Rangers Video zu posten. Ach ja, die Musik dazu ist auch gut. 82) Aesop Rock – Getaway Car (ft. Breezly Brewin & Cage) Man wusste ja gar nicht, dass Blockhead auch staubtrockene Bretter ohne 32 komplementäre Samples macht. Und dass das ein gefundenes Fressen für den vielleicht unterbewertesten Rapper unserer Zeit, Herrn Brewin, ist, merkt man schon nach den ersten 2 Zeilen. Aesop und Cage geben auch ihr Bestes, stinken aber gegen Breezlys Eröffnung mächtig ab. Ach und an alle Produzenten, die den Premo-Approach für ihre Choruses nutzen wollen: mit Camp Lo-Samples liegt ihr IMMER richtig. 81) Alter Ego – Why not Meine Güte, da wirkt “Rocker” ja beinahe subtil daneben. Fieps Fieps, Rums Rums, Wobble Wobble und kurze Verschnaufpausen damit noch Zeit für die Hände bleibt. “Flat Beat” meets “Put your hands up for Detroit” meets “How much is the fish” oder so. Und der Joakim Remix ist auch eine Riesenunverschämtheit von einem Club-Gerät. ******************************************************************** TEXT + AUSWAHL: FLORIAN AIGNER ******************************************************************** |

