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Aloe Blacc geht Motown, Teebs und Pavel Dovgal programmieren elegante Beat-Elegien, Gonjasufi toppt die Weirdness seines Debütalbums, Salem machen Goth Crunk, DJ Roc bittet zur Fußarbeit, Ice Cube erinnert einen daran, wie groß “Death Certificate” war, Maxmillion Dunbar und John Roberts killen alles, Peter Gordon liefert Argumente für die Dinosaurier-These, dass früher alles besser war, Space Dimension Controller legt dagegen ein nachdrückliches Veto ein, Darkstar liefern desillusionierten, Belle & Sebastian bedingungslosen und Avey Tare verqueren Pop. Und Brian Eno steckt auch mit drin. Voilà, der Oktober: Hip Hop Hausen:
Dass die Gnarls Barkleyisierung von Aloe Blacc gerade in vollem Gange ist, sollte einen nicht weiter stören. Ähnlich wie Cee-Lo und Danger Mouse, legt Stones Throws (besserer) Mayer Hawthorne der 2010er-Saison ein mehr als amtliches Album zur Übersingle nach, das sich natürlich sehr stark an Motown und Stax orientiert, dies aber cleverer tut als die Mehrzahl der anderen Retro-Crooner. “Good Things”? Good Things! Während Aloe Blaccs Karriere momentan von Quantensprung zu Quantensprung – äh – springt, stagniert Canibus munter vor sich hin. Eigentlich unfassbar, wie ein Rapper mit einem solchen Ausnahmetalent so schnell in die Belanglosigkeit rutschen konnte. “C Of Tranquility” ist ein Schritt in die richtige Richtung, Canibus hat Beats bei u.a. Premo, Jake One, Scram Jones, DR Period, J-Zone und Nottz bestellt. Nur scheinen die den armen Herrn Williams fast ausnahmlos mit ihrem Cutting Room Floor Material versorgt zu haben. Dennoch eines der besseren Canibus-Alben. Zu den notorisch unterbewerteteren Produzenten in der Sparte “schnörkelloser Post-Boom-Bap” gehört ohne Zweifel Nottz, der nun endlich ein eigenes Album vorlegt. Wie so häufig bei Producer-Showcases hat “You Need This Music” einige Längen, aber auch mindestens ein halbes Dutzend Dinger, die nicht direkt ins Datenmüll-Archiv (aka externe Festplatte) wandern.
Auch immer eher so die Martin Harnik-Rolle fällt Kno zu. Als Produzent zwar generell respektiert, aber auch auf Grund seines eingeschränkten Wirkungskreises, nie so ganz mit dabei im Konzert der Großen, hat sich der Rapper Kno in den letzten Jahren noch rarer gemacht und bei den Cunninlynguists eher so den Joker gegeben. “Death Is Silent” ist nun eine Bestandsaufnahme in Sachen Beats und Raps, die verdeutlicht, dass Kno seine Primärtalente bestens kennt. Was er jedoch an stilistischer Eleganz vermissen lässt, federt er mit einer erfrischend unprätentiösen Ernsthaftigkeit und konzeptionellen Ambitioniertheit ab. Definitiv ein Album für den Spätherbst. Auch im Hause Hell Razah geht man zum Lachen noch gepflegt in den Keller, aber nichtsdestotrotz ist dieser Typ einer meiner liebsten Wu-Tang Weed Carrier. “Heaven Razah” klingt genau so wie ein Killerbienen-Album eben klingt. Soul-Sample, Weltuntergangs-Keys, dramatische Violinen – been there done that. Macht aber nix, der darf das. Apropos ‘dürfen’: Count Bass D wirft mit “Activity” dieses Jahr schon zum dritten Mal Perlen vor die Säue und keiner kriegt’s mit. Das Niveau von “Dwight Spitz” oder “Act Your Waist Size” mag der Sympathikus mit DJ Pocket nicht erreichen, aber so unlangweilig down to earth wie Dwight ist sonst halt auch keiner.
Auch relativ hochfrequent kollaboriert dieser Tage Skyzoo. Für “Live From The Tapedeck” hat er sich semi-klassizistische, immer anständig auf die Zwölf programmierte Beats von Illmind gekrallt. Und auch wenn mittlerweile gerne diskutiert wird, ob Duck Down mittlerweile das neue Koch Records (aka where rappers go to die) sei: das ist zwar in etwa so innovativ wie ein neues Oasis Album, aber gut gemacht. Eher Zeuge eines Trauerspiels wird man hingegen bei “I Am The West”. Nun gut, es sei Ice Cube wieder einmal verziehen, wer so ein Frühwerk vorzuweisen hat wie O’Shea Jackson muss nichts, aber auch gar nichts, mehr beweisen. Kapiert habe ich Waka Flocka Flame wohl noch weniger als Gucci, aber wer die Vorlage für das hier geliefert hat, ist ok in meinem Buch. Der Rest von “Flockavelli” ist überproduzierter Southern Hi-Hat-Terror irgendwo in der Grauzone zwischen “Chicken Noodle Soup” und Three 6 Mafia.
So, ganz andere Baustelle jetzt: es gibt Neuigkeiten aus dem Brainfeeder-Camp. Teebs’ “Ardour” ist irgendwie leichtfüßiger als das, was man sonst so aus dem Fly Lo Umfeld gewohnt ist, mehr Ambient als Jazz und die häufig flirrenden Sounds suggerieren, dass sich hier einer extensiv mit Kieran Hebden auseinandergesetzt hat. Was grundsätzlich nie verkehrt ist. Eine wirklich gelungene Platte ist auch “Cassiopeia”, das Debütalbum von Pavel Dovgal. Ich hab’s ja nicht so mit Astro-Mysthizismus, es sei denn er kommt von Sun-Ra höchstpersönlich, aber Dovals Musik hat derlei auch gar nicht nötig, weil sie so gekonnt die Brücke schlägt zwischen klassischen Mo’Wax-ismen, kontemporärem Brit-Bass-Wonk und West Coast-Daddelei. Absolutes Highlight: “Andromeda”. Mit seiner Zeit als IDM-Snob scheint derweil Machine Drum relativ konsequent abgeschlossen zu haben, zumindest oberflächlich betrachtet. Unter der polierten Oberfläche von “Want To 1 2” schimmert jedoch, ähnlich wie bei den Kollegen Rustie oder Hudson Mohawke, immer noch eine Geekiness, die Leuten abgeht, die ihre Musik tatsächlich im Club verorten. ******************************************************************** Und sonst so:
Wer dachte Gonjasufis “A Sufi & A Killer” wäre im Original schon kaputt (in a very good way!) gewesen, kann nach dem zugehörigen Remix-Album “The Caliph´s Tea Party” getrost seinen Therapeuten anrufen. Der Wüstenfuchs wird nicht nur von naheliegenden Fachkräften wie Shlomo, Mark Pritchard oder Bibio in die Mangel genommen, sondern auch von den Psych-Noise-Rockern von Broadcast & The Focus Group, dem Avantgarde-Synthgott Oneohtrix Point Never oder den Morricone-Druffis von Hezus. Ein mutiges, herausforderndes und längerfristig äußerst befriedigendes Remix-Paket. Phew, jetzt wird’s schwierig. Die Goth-Crunker von Salem bekommen gerade allerorts (zum Teil sogar von vertrauenswürdigen Leuten) derart viel Zucker in den Arsch geblasen (wenn jetzt an dieser Stelle noch jemand ernsthaft ‘no homo’ brüllt, gehe ich in Rente), dass ich mich genötigt fühle, “King Night” mehr Chancen zu geben als es eigentlich, nach den ersten Hörproben, verdient hätte. Fuck you, Hypemachine! Weil: den hier raff’ ich nicht. Also eigentlich schon, weil hier die aktuelle Faszination mit der Morbidität und Zäheit von Doom-Metal plakativ mit everybody’s guilty-not-guilty-pleasure aka Southern Rap, demonstrativ übersteuerten Old-School-Drumsets und den billigsten Synth-Emulatoren ever in einen Topf geschmissen werden. Das klingt auf dem Papier so kalkuliert hip wie ungenießbar. Im Ohr halten sich Glücksgefühle und Hörstürze in etwa die Waage. Bei dem Thema nehm ich dann doch lieber mit den weniger theatralischen Pop Art Weirdos von Hype Williams Vorlieb. Nicht nur gerafft, sondern sofort als heißesten Scheiß around adoptiert: Footwork, bitches! Und oblgeich DJ Nate mein Held des Herbsts bleibt: auch DJ Roc hat die Sache mit den wild galoppierenden Snares und epileptisch reingetriggerten Vocal-Samples bekannter Rap- und R&B-Gassenhauer sowas von on lock. “The Crack Capone” – i like und das obwohl meine Fußarbeit stark ausbaufähig ist. Von wegen das funktioniert nur im Cipher…
Etwas angeekelt habe ich festgestellt, dass sich einige Kollegen aus Übersee und von der Insel ausgerechnet Gold Panda als Prügelknaben des Monats ausgesucht haben. Ziemlich unverständlich. Natürlich gibt es auf “Lucky Shiner” Anknüpfungspunkte an andere Leftfield-Elektroniker, aber gerade darin, dass es so viele sind, liegt die Stärke, nicht die Schwäche des Albums. Ich folge mal dem Kritikerkonsens und schmeiße Four Tet und The Field in die Runde, copy/paste zur besseren Orientierung aber auch noch unsere Artikelbeschreibung dahinter: “Ever wondered what would happen if you gather a more confused Caribou, a love-sick Prefuse 73 and a sober Fly Lo in a dusty basement and force them to record a tribute to My Bloody Valentine, with Toro Y Moi and Panda Bear as executive producers? Well, “Lucky Shiner” might give you a hint…” Ramp erweitert derweil sein Repertoire um mal jackenden, mal entspannt schwofenden Proto-House-Boogie aus der Nahtstelle Baltimore/Washington D.C. – Avant-Hopper und Beautiful Swimmer Andrew Field-Pickering dekliniert sich als Maxmillion Dubar auf “Cool Water” durch die Roland’sche Produktpalette, mischt den, gerne im Midtempo walzenden, Rhythm Tracks aber stets unerwartete Melodien und gekonnt geschnittene Samples bei. Ein kurzes, aber umso nachhaltigeres Vergnügen. Kosmischer kommt der verwaschene Pop-Entwurf der Solar Bears auf Planet Mu daher. Wavige Synth-Spielereien, skandinavischer Nu-Disco-Prog, kurze Flirts mit Italo Disco, Library Music und Vangelis – “She Was Coloured In” ist – äh – bunt und trotzdem oder gerade deswegen gut.
Während der Vocoder bei den Solar Bears noch relativ zögerlich eingesetzt wird, spielt er dann auf “Shobaleader One: D’demonstrator” eine Hauptrolle. Hätte man so von Squarepusher auch nicht erwartet. Very 80s, very Kraftwerk, very Space und vor allem: very zugänglich. Etwas druckvoller geben sich wiedermal die Glimmers, deren kraftstrotzender ( “Whomp That Sucker!”) Disco-Entwurf vielleicht manchmal etwas zu clean wirkt, aber immer sofort in Beine und Hüfte geht. Wer eine etwas weniger rotzige Alternative zu In Flagranti sucht: here you go. Esoterischer geht es beim ESP Institute zu, einem All-Star Projekt, das einige Größen der Beardo Disco-Szene versammelt: Lee Douglas, Lovefingers, Tako, Bumrocks, Alexis Le-Tan, Cos/Mes, etc. Wer hier steile Flurfunktionalität erwartet, braucht erst gar nicht reinhören in “Concentration Volume 1”, ausladende Stoner-Passagen und Gainsbourg-Funk sind hier wichtiger als ein stetes 4×4.
Wer wissen will, wer das, was das ESP Institute so veranstaltet, maßgeblich beeinflusst haben dürfte, kauft sich schnurstracks Peter Gordons “Love Of Life Orchestra”. Arthur Russells Bruder im Geiste ist einer dieser frühen Überkreativen aus der New Yorker Disco-Boheme und man darf sich beim notorischen Trainspotter James Murphy bedanken, dass dessen grandioses Werk jetzt via DFA wiederveröffentlicht wird. Stichwort ‘DFA’: Dort hat Shit Robot eben mit dem kalauerig betitelten “From The Cradle To The Rave” im zarten Alter von 39 Jahren sein Debütalbum veröffentlicht. Schöne Sache, die manchmal sehr nach DFA, und dort insbesondere nach dem frühen Juan MacLean, manchmal aber auch nach UK-Rave-Ekstase oder Chicago Warehouse klingt. Noch breiter selektiert präsentiert sich Perseo, das neue Editlabel aus dem Italians Do It Better-Umfeld. “Edits Vol.1” fasst die ersten drei 12” von Bottin, Martin Vogel und Mike Simonetti auf einem Silberling zusammen und dort findet man von der Steve Miller Band Peaktime-Bearbeitung, über obskure 90er-House&Rave-Edits bis hin zu einem entspannten Bruce Springsteen Rework so ziemlich alles, was sleazy ist. Auf die nächsten Volumes!
Auch bitte mehr, mehr und mehr von diesem jungen Slacker aus Belfast, der auf den Namen Space Dimension Controller hört. Nach hervorragenden Maxis unter anderem für Clone, sorgt er mit seinem Vinyl-Doppelpack “Temporary Thrillz” für ein weiteres Highlight des wiedererstarkten R&S-Imperiums. Erstaunlich wissender Galactic House, irgendwo zwischen Floating Points, Drexciya und Dam-Funk. Von der Adoleszenz direkt zum achten Karrierefrühling der vielleicht wichtigsten Stimme geschmackssicherer House-Musik. Robert Owens hat sich für “Art” wieder mit seinem ewigen Wegbegleiter Larry Heard zusammengetan, was immer dann besonders fruchtbar ist, wenn man sich auf alte Fingers Inc.-Zeiten besinnt. Könnte für meinen Geschmack noch öfter passieren und Atjazz und Beanfield hätte man auch streichen dürfen als Ergänzungsspieler, aber insgesamt ein solides, manchmal vielleicht zu reifes Spätwerk. Während die Hamburger von Dial mit ihrem bisweilen kühlen ARTE-House zwar immer große Expertise beweisen, ab und an dabei aber Herz und Bauch vernachlässigen, ist “Glass Eights” nun endlich genau jenes Manifest, das man sich aus dem Hamburger Stall immer gewünscht hat. Die Fragilität eines Pantha Du Prince Tracks wird hier auf so brillante Art und Weise mit Avant-Pop, unprätentiöser Jazziness und Chicago’schem Jack-Eskapismus ergänzt, dass man diesen Wuschelkopf einfach in die Riege der momentan wichtigsten elektronischen Produzenten aufnehmen muss. Sorry Actress, mein Album des Jahres-Award geht vermutlich doch nach Berlin, wo John Roberts bekanntlich mittlerweile residiert.
John Roberts nach der Bedeutung Brian Enos für seine Musik zu fragen, habe ich versäumt, andererseits ist es sowieso eher eine Leistung jemanden zu finden, der sich in seinem Werk nicht in irgendeiner Form auf Eno bezieht. “Small Craft On A Milk Sea” ist nun Enos vieldiskutierte Platte für Warp, ein selbstreflexives Experiment, in dem sich Eno vor allem selbst zitiert. Ein bißchen “Music For Films” hier, ein Hauch “Music For Airports” da und dazu jede Menge dezente Industrial- und No Wave-Referenzen. So ganz aus dem Häuschen wie erwartet, bin ich dann nicht. Wir reden hier immerhin von Eno… Wo wir uns gerade noch im erweiterten Deepness-Feld befinden: Donato Dozzy lässt es auf “K” oft demonstrativ langsam angehen, bemüht aber auch das ein oder andere Chillout-Klischee zu viel. Während John Roberts Virtuosität demonstriert, klingt Dozzy auf “K” zu oft wie auf Autopilot. Schön hingegen, dass mir “Dust Lane” erlaubt den Namen Yann Tiersen endlich wieder aus der Amelie-Umklammerung zu befreien, oh was ich diesen Film hasse. Diese etwas penetrante Bonbonhaftigkeit hat seine Musik glücklicherweise auch abgestreift, einigen unerwarteten Noise-Attacken und vintage Synthies sei Dank. Solide.
So, gen Ende gibt’s nochmal auf die Fresse bevor wir mit Sofa-Alben schließen. Die beiden Herren von Modeselektor laden sich auf ihren Labelsampler “Modeselektion Vol.1” befreundete Bass-Weirdos ein, von Siriusmo bis Shed, von 2562 bis Bok Bok. Eine knallende, aber selten überdrehte Zusammenstellung der aktuellsten Entwicklung jenseits der allzu geraden Bassdrum und House-Stalinismus. Jack Sparrow haben die Modeselektoren (noch) nicht eingeladen, er hätte aber gut und gerne die Fahne für die klassische Halfstep-Dubstep-Spielart hochhalten dürfen. Es ist schon seltsam, wie anachronistisch und over the top einige dieser bösen Bass-Groller heute, kaum 3 Jahre nach ihrer Hochzeit, klingen. Sparrow schafft es auf “Circadian” aber nie in die Bro-Step-Falle zu tappen, indem er äußerst geschickt die heute salonfähigeren 2-Step/House/Techno-Mutationen geschickt einflechtet und damit ein in seiner Gesamtheit erstaunlich schlüssiges Album abliefert. Ähnliches hätte man wohl auch von Magnetic Man erwartet, der Elefantenhochzeit der Dubstep-Gallionsfiguren Skream, Benga und Artwork. “Magnetic Man” ist dann aber kein definitives Statement, sondern untermauert die Crossover-Ambitionen der Protagonisten. Das ist nicht schlimm per se, aber dieser ravige “In For The Kill”-Redux-Stil lockt mich 2010 einfach nicht mehr aus der Reserve und wirkt manchmal beinahe wie eine Karikatur dessen, was gerade Skream und Benga in ihrem Frühwerk so viel geschmackssicherer getan haben.
Noch nie richtig brechstangig agierte das frühere Duo und heutige Trio Darkstar. Für “North” hat Hyperdubs erste Seitenscheitel-Formation ihre bisweilen äußerst cleveren, fragilen 2-Step-Rhythmen zugunsten nicht minder ausgebuffter Radiohead-ismen ausgetauscht. “Kid A” für die 10er-Jahre sozusagen. Auch wenn man darauf durch zahlreiche Interviews vorsichtig vorbereitet wurde: überraschen tut “North” nichtsdestotrotz. Und nach 2-3 Durchgängen sogar äußerst positiv. Während Darkstar sich der Indie-Crowd annähern, geht Avey Tare den umgekehrten Weg. Nicht dass wir uns missverstehen: “Down There” ist immer noch primär ein sperriges, psychedelisches Pop-Album, die von allen Animal Collective’lern stets mantraartig beschworene Bass-Affinität schimmert hier jedoch noch deutlicher durch als bereits auf “Merriweather Post Pavillion”. Panda Bear bleibt zwar mein Favorit, aber auch Tare beeindruckt hier. Und mein Gitarren-Token findet sich dieses Mal dank Belle & Sebastian auch wieder. “Write About Love” ist – natürlich – voll mit diesen Türöffnern für attraktive Spätmagister-Frauenzimmer, aber diese Streber spielen ihren Indiepop auf so aufrichtige und angenehme Art und Weise, dass man sie das noch 10 Alben tun lassen will ohne zynisch zu werden. Ein “das ist wie Spiegel, man sieht sich meine Freunde” verkneife ich mir zum Schluss und warte stattdessen geduldig auf den Tag an dem Kollegah Christian Ziege mit einem GOAT/goat-Wortspiel gebührend in die Arbeitslosigkeit verabschiedet. ******************************************************************** Playlist: 1) Soundstream – Wenn Meine Mutti Wüsste kaufen ******************************************************************** Photocedit: skratchworx.com ******************************************************************** |













