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Inventur (Mai 2010)

»Der Monatsrückblick«

Gleich: Fußball, Fußball, Fußball. Vorher: Arbeit. Beziehungsweise doch auch viel Vergnügen. Dafür vor allem verantwortlich: Actress, bei dem ich mich mittlerweile zu intensivstem Stan-Tum meinerseits bekennen muss. Auch gut bis super: Icke & Er, Reflection Eternal, Guido, Elektro Guzzi, Chloe, Guilty Simpson, LCD Soundsystem, die Black Keys und andere.

Hip Hop Hausen:

Er konnte es nicht lassen. Wie sein Ex-Chef/“Ether”-Opfer Shawn Carter es mit Kells tun musste, so versucht sich nun Nas an einer genreübergreifenden Kollaboration. Statt halbgaren R&B-Anzüglichkeiten gibt es auf “Distant Relatives” mit Damian Marley – oh Wunder – arg plattitüdigen Weltfrieden-Reggae. Mir zu sehr ATTAC-Demo, aber immerhin geht das Lionrock-Sample auf “As We Enter” sehr steil und Nas ist halt Nas. Also immer noch Top 5 Dead Or Alive. So er denn will.

Eine Liga darunter spielt Kweli, Unterstützung durch Hi-Tek hin oder her. Dass das erste Reflection Eternal Album mittlerweile dennoch als veritabler Klassiker der Rawkus-Ära gilt, darüber sollte Konsens herrschen. Wer von “Revolutions Per Minute” im Vorfeld (welches Vorfeld eigentlich?) Ähnliches erwartet, hat den Schuss offensichtlich nicht gehört. Umso erfreulicher wie vehement Kweli und Tek hier ihre Ambitionen unterstreichen. Nicht nur Dank der “Get By”-2.5-Pathosbombe “In This World” ist “RPM” so gut wie ein Album, das eine Dekade zu spät erscheint, nur sein kann. Was an dieser Stelle bitte nicht als Zynismus, sondern als Kompliment gelesen werden soll.

So, Madlib. Und Guilty Simpson. “O.J. Simpson” folgt nicht nur der gewohnten Madlib-Kollabo-Titellogik, auch die zahllosen Snippets erinnern an den Madvillain-Irrsinn, ohne dessen epochale Brillanz annähernd zu erreichen. Das mag teilweise an Otis selbst liegen, viel mehr aber daran, dass Guilty nicht die Art von Rapper ist, der sich für ein derart avantgardistisch-verschlumpftes Grundgerüst eignet. Losgelöst von diesen Assoziationen ist “O.J. Simpson” fairerweise aber ein Album, das aus der grauen Masse immer noch überdeutlich herausragt.

Selbiges kann man von “Left Behind”, dem vierten und letzten Little Brother Album, nicht behaupten. Unter der Abstinenz von Herrn 9th Wonder leiden Big Pooh und Phonte nicht, Khrysis hatte diesem in den letzten fünf Jahren eh bereits den Rang abgelaufen. Nein, das Hauptproblem liegt viel mehr darin, dass sich der LB-Trademark-Sound, auch durch zahllose Justus League-Projekte, derart selbst dupliziert hat, dass die Obsolitätsgrenze eigentlich schon beim letzten Album erreicht war.

Auch bei Rhymefest lässt sich eine Kreativkrise ausmachen, oder warum setzt “El Che” auf das sicherste Kapitulationszeichen, das Rap zu bieten hat: Band und Instrumente statt Beatschmieder und Samples. Und weil Rhymefest nicht Black Thought und das kein Roots-Album ist, gilt was in solchen Fällen meist gilt: früher war schöner.

Eh noch nie mein Busenfreund gewesen, seitdem der Novelty-Effekt von “I Need Drugs” verblasste, aber komplett untragbar: die Damen, die Herren, sie nannten ihn Necro. Der hat auf “Die!” (das ist mal ein Albumtitel) zwar weniger Metal-Travestien im Programm, lachen kann ich über diese billigen Pennäler-Snuff-Fantasien aber immer noch nicht.

Noch einmal motzen, bevor es wieder aufwärts geht in Hip Hop Hausen. Sage Francis, dessen ach so bissigen Humor mich ehrlich gesagt immer eher an einen PDS-Parteitag denn an Jon Stewart erinnert, stellt mit “Li(f)e” fast vollständig um auf Folk. Aber ehrlich, da hol ich mir dann doch lieber eine neue Bonnie Prince Billy Platte ab, da fehlen dann wenigstens die prätentiösen Angry White Man-Verse. Für Asta-Atzen vermutlich immer noch der heiße Scheiß.

Bevor jetzt alle aufschreien und meinen diesen Monat würde alles aus Prinzip abgeschlachtet: dem ist nicht so. Hubert Daviz’ “Proceduri De Rutina” gibt sich im Titel sehr bescheiden, zementiert aber MPMs Status als kleiner, deutscher Bruder der Steinewerfer-Connection. Manchmal vielleicht etwas zu konservativ um ganz vorne mitzuspielen, aber summa summarum ein elegant angejazzter Beat-Trip.

Zum Abschluss noch die Rückkehr der besseren 5 Sterne Deluxe. Icke & Er haben sich von ihrem Industrieschock erholt, sind jetzt komplett indy und weniger rapverpflichtet als auf dem Semi-Deutschrap-Klassiker “Mach Et Einfach”. Aber: so schön eine “Finanzpolka” oder White Stripes-Cover auch sind: am besten sind die beiden Dadaisten immer noch, wenn man sich vordergründig an Rap-Standards hält und diese von innen heraus ad absurdum führt. Sind halt nicht Ze Game und Kaninchen West und “L.I.B.E.” ist das schwierige zweite Album, das zwar, wie so oft, das Debüt nicht toppt, dafür aber verdeutlicht, warum wir die Spandauer so vermissen würden, wenn sie die Rentensache tatsächlich durchgezogen hätten.

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Und sonst so:

Beginnen wir mit dem Hip Hop bzw. R&B-affinsten Album der Kategorie “Und Sonst So”. Punch Drunk Posterboy Guido legt mit “Anidea” sein synth-schwangeres Debüt vor, das zwischen dem Purple Crunk seines Kollegen Joker, futuristischen Neptunes-Rülpsern und Halfstep der eleganteren Sorte oszilliert. CD-Käufer bekommen obendrein noch den Großteil seiner ersten Vinyl-Only-Großtaten spendiert, während sich “Anidea” für Vinylisten allein schon wegen des ultra sleazigen Überhits “Mad Sax” lohnt.

Keine galante Überleitung an dieser Stelle, sondern einfach zum wiederholten Male der Hinweis, dass “Splazsh”, der zweite Streich von Darren Cunningham aka Actress, eines der, für den Autor dieser Zeilen vermutlich sogar das Album des Jahres ist. Warum habe ich an anderer Stelle bereits zu genüge versucht zu erläutern, um weitere manische Lobgesänge zu vermeiden, soll dies hier genügen.

Ob Actress sich in seiner Freizeit viel mit The Black Dog beschäftigt, ist mir nicht bekannt, aber selbst auf deren Ambient-Album, der Eno-Hommage (oder doch eher Kritik?) “Music For Real Airports”, erkennt man den profunden Einfluss der wechselnden Black Dog-Formation. Äh ja, das typische Musikhistorieverortungsgehupe mal beiseite gelassen, ist das eine wirklich erfrischend unesoterische Geräuschflut.

Gleich nochmal not your average Techno-Album. Dafür verantwortlich: Bernhard Hammer, Jakob Schneidewind und Bernhard Breuer, drei Wiener Postrock-Streber und Patrick Pulsinger, der als Executive Producer fungierte. Elektro Guzzi nennt sich das experimentelle Handarbeits-Techno-Projekt und es steckt in seiner Freigeistigkeit und Weirdness jüngst veröffentlichte Projekte wie das letzte Cobblestone Jazz Album locker in die Tasche. Wenn jetzt nur mehr DJs die Eier(stöcke) hätten so etwas wie “Hexenschuss” tatsächlich auch zu spielen und nicht nur zu charten…

Darüber weniger Gedanken machen muss sich Trentemoller. Obwohl das Nordlicht gerade im Albumformat gerne introspektiv vor sich herdubbt, ist dessen Lobby mindestens Neuer-esk (man verzeihe die billige Tim Wiese-Referenz an dieser Stelle). Wobei viele der Stücke auf “Into The Great Wide Yonder” für Floor-orientierte Plattendreher eher schwer vermittelbar sein werden. Vielmehr ist Trentemollers Neue ein Spaghetti Western-isiertes Lo-Fi-Pop-Album mit sanften, statt drückenden Kickdrums. The ladies love it, Tarantino and autumn will love it und ich find’s auch gut.

Gar nicht so unähnlich: “One in Other”, Lonplayer Numero Deux der Pariserin Chloe, die spooky Minimalfragmente auf impressionistisches Songwriting und deepe Houseloops treffen lässt. Aufgrund seiner aufrichtigen Funktionalitätsverweigerung auch eher ein Kopfhörer-Album, und auch das darf, ja soll man bitte als Kompliment verstehen.

Selbiges gilt, in gewissem Maße, auch für “Chicago”, Efdemins Zweitling. Sollmann findet hier wieder die Balance zwischen zerbrechlichem Microhouse, Deepness und der typischen Dial-Melancholie. Sehr solide, aus einem Guss, aber vorangegangenen Taten nicht wirklich etwas Neues hinzufügend.

Ellen Alien hingegen wendet sich demonstrativ vom kalten Minimal-Monolith “Sool” ab und geht auf “Dust” Synth-Pop. Und genau darin liegt auch das Problem: “Dust” wirkt zu fashionable und kalkuliert, zu sehr Post-The-XX-Im-4×4-Format, dass man sich so richtig drauf einlassen will. Dabei ist gerade mit den geradlinigen “Ever” und “Dream” wieder hervorragendes Material vorhanden.

Floor-lastiger geriert sich erwartungsgemäß Glimpse auf seinem Debüt “Runner”. Routiniert changiert er zwischen Techno und House, gerne angereichert mit Ethno- und Jazz-Samples. Fieses Techhouse-Bollern vermeidet der Engländer größtenteils, selten erreicht er aber wirklich jene Tiefe, die uns Tracks wie “Things To Do In Denver” oder “Feel OK” vorgaukeln. Dafür klingt das Album an vielen Stellen paradoxerweise zu deutsch und toolig, wenngleich Glimpse durchweg ein Händchen für das richtige Vocal-Sample an der richtigen Stelle beweist.

Kommen wir zum verspielten VonStroke’schen Sounddesign. Dessen Label Dirtybird feiert das Fünfjährige und noch immer sitzt man konsequent zwischen den Stühlen. “Five Years Of Dirtybird” fährt auf drei CDs von tiefen 313-Frequenzen, über den zappeligen Midget-Sound von Solo oder Zombie Disco Squad, zum 125 BPM-Crunk der Martin Brothers bis zu den gimmickhaften Peaktimebomben eines Style Of Eye oder Riva Starr alles auf, was in den vergangenen Jahren für Anerkennung aus den unterschiedlichsten Lagern geführt hat.

Mit der Anerkennung erheblich schwerer tut sich momentan Kitsune. Zu sehr war das Label-Konzept schon immer darauf ausgerichtet der Nom Du Jour zu sein, als dass man den Buzz länger als ein, zwei Jahre hätte konservieren können. “Kitsune Maison 9” exerziert jetzt zum x-sten Mal den Indie/Rave-Crossover durch, der vor einigen Saisons noch Electroclash konsequent weiterführte, heute aber meist nur noch wie drittklassiger Blog-Ausschuss klingt. Back to the drawing board, oder einfach noch mehr Klamotten verkaufen, würde ich jetzt in meiner Peter Zwegat-Rolle sagen.

Eine Spur Selbstplagiarismus habe ich auch James Murphy bereits hier vorgeworfen, sein unfehlbares Gespür für ohrwurmiges aber nie zu aufdringliches Songwriting macht das vermutlich letzte LCD Soundsystem Album wieder zu einer Pflichtveranstaltung. “Sound Of Silver” und “45:33” bleiben das Maß der Dinge, aber auch “This Is Happening” wird einen lange begleiten.

Apropos DFA: Das Duo Mock & Toof veröffentlicht seine erste Langspielrille zwar nicht über Murphys Institution, sondern über das eigene Label Tiny Sticks, hört man aber den balearischen Pop von “Underworld” und “Farewell To Fendo”, die Boogie-Schwerelosigkeit von “Day Ken Died” oder den lässigen Vocoder-Funk von “The Key”, wird man das Gefühl nicht los, dass Murphy “Tuning Echoes” nur allzu gerne über DFA veröffentlicht hätte. Wäre mir auch lieber gewesen, dann wäre die Vinyl-Version sicher bereits erhältlich.

So, Edit-Zeit. Der vielleicht umtriebigste Hazardeur in diesem Bereich bekommt von Permanent Vacation mit der 2CD “Remaster Of The Universe” ein kleines Denkmal gesetzt. Die Rede ist – natürlich – von Todd Terje, der es hier unter anderem fertig bringt den Alltime Cheese und Abihütten-Klassiker “All That She Wants” gleichzeitig zu Reggae- und Disco-ifizieren, “Pop Muzik” und Acid zusammenzubringen oder Jose Gonzales nicht nur schmuse-kompatibel zu machen. Wer aber auf die ganz großen Namen wartet, und an denen hat sich Terje von Stevie Wonder über Kraftwerk, Chris Rea bis zu Wham! und Modern Talking dutzendfach vergangen, wird etwas enttäuscht sein. Guerilla Edits sucht man hier vergebens, das hier ist alles kommissionierte Ware.

Selbiges gilt nicht für “Digital Deviance Volume 1”, die erste CD-VÖ aus dem Disco Deviance – Camp. Schweinefunky Disco-Edits von Größen wie Greg Wilson, Pete Herbert, Fat Camp oder Ashley Beedle, die die Originale mit der nötigen Gleichgewicht zwischen Respekt und Respektlosigkeit behandeln. Und alle Vinyl-Käufer dürfen auch durchatmen: hier sind nur die ersten fünf 12“s enthalten, wer analog kauft, behält also seinen Vorsprung.

Wie leite ich jetzt von Phillysoul zu Chiptune-Rock über? Gar nicht, I guess. Crystal Castles veröffentlichen dieser Tage den Follow Up zu “Crystal Castles”, der auf den Namen “Crystal Castles” hört. Nein, der vorherige Satz weist weder Tipp- noch Denkfehler meinerseits auf. Losgelöst von diesem Verwirrspiel bleibt ein Album, das ähnlich wie im Falle MGMT auch zickt und bockt, mit diesem Habitus aber wesentlich besser in das bisherige Oeuvre der adretten Kanadier passt als bei den New Yorker Hippies. Auf die spitzen Schreie und Noise-Attacken hätte ich verzichten können. Der Rest ist wirklich guter 8Bit-Pop, der sich dank der Veschrobenheit der Protagonisten nie zu stark anbiedert.

Ähnlich operiert Rudi Zygadlo, der für Planet Mu ein cleveres postmodernes Popalbum mit quietschenden und fiepsigen Synthies, jeder Menge Subbass und Wonkiness eingespielt hat, das auf den Namen “Great Western Laymen” hört. Various Production mit etwas mehr Druck und Wobble.

Gediegener geht es auf dem selbstbetitelten Walls Album zu. Dass Krautrock wieder wer ist, dürfte kaum jemandem entgangen sein. So viele konsequent verschrobene und auf voller Länge schlüssige Teutonen-Psychedelica Entwürfe hatten wir in den letzten Monaten und Jahren dann aber doch nicht. Walls machen bei ihren Reinterpretationen von Can, Tangerine Dream und Harmonia vieles richtig, ab und an driftet das ganze aber dann doch etwas in Kommunen-Chic und Räucherstäbchen-Electronica ab.

Vielleicht aber muss man Walls einfach rekontextualisieren. Genau dies tut James Holden auf seinem lange erwarteten Beitrag zur “DJ Kicks” – Reihe, wo er die Walls’sche Trippiness direkt auf ein Legowelt-Acid-Brett folgen lässt. Überhaupt lebt Holdens Mix von diesen kurzen Irritationsmomenten, die aus dem eh schon relativ locker geschnürten Cosmic-IDM-Korsett ausbrechen und damit Holdens viel zitierte Eigenwilligkeit weiter unterstreichen. Schönes Ding.

Was passiert wenn man Ratatat die Harmonizer wegnimmt und ihnen die Neptunes-Platten klaut? Richtig, Holy Fuck. Die schrubben sich auf “Latin” erneut durch Postrock, Dancepunk, Stoner- und Psych-Zitate, ohne so richtig die Dringlichkeit des Vorgängers zu erreichen.

Wem das zu offensiv und tanzbar ist, greift zu Emeralds’ “Does It Look Like I’m Here?”. Hier wird die gesamte Jarre/Schulze et al. Synth- und Gitarrenwand-Lehre durchexerziert. Siehe auch “Walls”.

Freut sich eigentlich noch irgendjemand auf neue Unkle Alben? Wenn sie dann da sind, stören sie zwar auch nicht richtig, aber insgeheim hat man doch nach “Psyence Fiction” eher auf Durchzug gestellt. Vielleicht oder gerade weil Lavell sich so arg bemüht. Dieses Mal hält der Chef es wieder sehr rockig, aber natürlich kommt “Where Did The Night Fall” auch nicht ohne die momentan wieder omnipräsenten Psychedelic-Versatzstücke aus. Irgendwie erneut unschlüssig und seltsam steril, das Ganze.

Zu enthusiastisch und schmerzfrei um ihnen selbiges vorzuwerfen, kommen Free Energy um die Ecke. Ja, das erscheint auf DFA. Ja, “Stuck On Nothing” wurde von James Murphy produziert. Ja, es klingt wie eine Schülerband, die sich durch die Rock-Klassiker der letzten 40 Jahre covert. Ja, manchmal ist das tatsächlich ein fieser musikalischer Minipli. Ja, Spaß macht es trotzdem.

Nicht mehr ganz so überschwänglich wie zuvor geht es hingegen auf “Say It” der Warp-ianer Born Ruffians zu. Das ist gut so, übermotivierten Mobilfunkanbieterpop gibt es ja genug. Wobei, so richtig sperrig geht auch anders und gerade die Vampire Weekend Gefälligkeiten nehmen auf voller Spielzeit doch einen zu prominenten Platz ein.

Immer relativ super finde ich die Black Keys, unabhängig davon, ob die sich gerade zum x-ten Mal auf ihren patentierten Blues-Groove verlassen oder Hip Hop Beats für Raekwon oder Jim Jones zusammenschustern. “Brothers” fügt dem Repertoire der beiden nichts, aber auch gar nichts, Neues hinzu und stören tut dieser Umstand dennoch kein bißchen. Weil die ja eh schon gut sind.

Derweil schenkt Jack White seiner nächsten Promifreundin ein Album. Karen Elson ist hauptberuflich die bessere Barbara Meier und hobbymäßig mindestens die nächste Scarlett Johannson. Schöne Stimme, erdiger Hazlewood-Chic, eine Prise Nick Cave. Darf man mögen. Ach, Albumtitel: “The Ghost Who Walks”.

Öh ja, Jack Johnson noch. Der hat sich bekanntermaßen von der Weapon of Coice für ölige Sportstudenten zum Global Player entwickelt. Ich, als alter Kulturblender und Pseudo-Feuilletonswichser, fand den glücklicherweise noch nie gut. Was würden sonst die Leute denken? Und so versichere ich, mich nach einem kurzen Snippet-Durchgang “To The Sea” umgehend mit “Strawberry Jam”, “OK Computer”, “Black On Blonde” und Habermas Interviews reingewaschen zu haben. Alternativ wäre auch das flüssige Rezitieren der größten Netzer/Delling-Momente erlaubt. Verdammt, schon wieder Fußball. Und wieso fängt eigentlich das ‘K’ auf meiner Tastatur an zu klemmen?

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Playlist:

1) Moody – It’s 2 Late 4 You And Me kaufen
2) Chuck Norris – All That She Wants kaufen
3) Reflection Eternal – In This World kaufen
4) Guido – Mad Sax kaufen
5) Steffen Baldo – Ends Meets kaufen
6) Madvillain – Papermill
7) LTJ Xperience – Time Has Been Now kaufen
8) Gold Panda – You kaufen
9) June – Lost Area kaufen
10) Roof Light – Midas
11) John Roberts – Lines kaufen
12) Morphosis – Musafir kaufen
13) Jellphonic – 100 Snakes (Instrumental) kaufen
14) Tiger & Woods – Love In Cambodia kaufen
15) Flori – Lenox Ave kaufen
16) Toby Tobias – Macasu (MCDE Remix) kaufen
17) T++ – Wireless kaufen
18) Goldwill – Blush kaufen
19) Alex Agore – Victory kaufen
20) John Talabot – La Ninya (Afrodub Version) kaufen
21) Girl Unit – I.R.L. kaufen
22) Guilty Simpson – Karma Of A Kingpin kaufen
23) Kink – Kiss The Sky kaufen
24) Nick Höppner – Brush Me Down kaufen
25) Donnacha Costello – It’s What We Do (Rework) kaufen

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Florian Aigner

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APRIL

MÄRZ