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Inventur (November 2009)

»Der Monatsrückblick«

So, nach der extrem langen letzten Folge war der November Kindergeburtstag. Was aber nicht heißen soll, dass man nicht trotzdem einiges verpassen könnte, wenn man an dieser Stelle abbricht. Edan redefiniert die gängige Vorstellung was ein Mixtape zu sein hat, die Black Keys machen in Hip Hop und das auch noch gut, Robot Koch bringt den Wackeldackel mit gestandenen Songs zusammen, King Midas Sound wabern tief wie Lee Perry, Patrick Cowley bleibt ein Gott, Ze Records öffnet die Archive, Jason Fine und Leroy Carson rumpeln mit Zeitverzögerung um die Wette, Claude Vonstroke macht Techno für Hip Hop Fans und Devendra Banhart bleibt ein dufter Typ. Verrisse gibt es auch. Reichlich. Aber der Reihe nach…

Hip Hop Hausen:

Den Anfang macht ein Mixtape. Spinnt der Aigner jetzt? Jein. “Echo Party” ist nämlich so viel mehr. Edan remixt und editiert das ihm zur Verfügung gestellte Material derart furios, dass wir es am Ende de facto mit einem neuen Album des Meisters zu tun haben, minus Vocals. Großartig und mit 29 Minuten zwar sehr kurz, aber auch extrem süchtig machend.

In Sachen Soundästhetik durchaus zu vergleichen: Blakroc, das Hip Hop Projekt der normalerweise eher mit erdigem Blues Rock beschäftigten Black Keys. Mit Luda, Mos Def, Rae, ODB (!), Pharoahe Monch, RZA, Billy Danze, Jim Jones und Q-Tip wird prominent gefeatured und trotz einiger eher uninspirierter Verse, klingt über diesen geil-analogen, “Beauty & The Beat”-inspirierten Psych-Rock-Teppich fast alles spannend.

Auch sehr Gitarren-fixiert zeigt sich Aesop Rock auf “Felt 3”, Murs’ und “Slugs* beliebtes 80s-Actrisen-Seitenprojekt, das Herr Fels im Alleingang produziert hat. Und das ist gar keine so absurde Idee, wie vermutet. Aesops Beats klingen nicht mehr wie mißglückte El-P-Emulationen, wie noch auf “Bazooka Tooth”, sondern beleben Murs’ & Slugs amüsante Geschichten. Weniger hittig als der Vorgänger, aber mutiger.

Auch wenn sie bei uns unlängst das Gegenteil behauptet haben: originell sind Masta Ace und Edo G. schon lange nicht mehr. Das müssen sie aber auch nicht unbedingt. Weil die Beiden Charisma auf Lebenszeit gebucht haben und jenes immer wieder darüber hinwegtäuschen kann, dass “Arts & Entertainment” im Grunde eine recht biedere Veranstaltung ist.

Das Gleiche in Grün gilt auch für Gift Of Gab und sein zweites Soloalbum “Escape 2 Mars”. Aber wie gesagt, wer so viel Strahlkraft hat, kommt auch mit Halbgarem durch. Sehr schön: der lässige Boogie-Bounce von “In Las Vegas”.

Deutschrap bleibt hier ein seltener Gast, was zum einen meinem chronischen Desinteresse geschuldet ist, aber auch dem Umstand, dass man nicht allzuoft Sachen wie die “Zitate EP” von Retrogott und Hulk Hodn serviert bekommt. Mit 10 Tracks eigentlich schon das zweite Huss & Hodn Album innerhalb weniger Monate, ist das hier wiedermal so viel erträglicher und unpeinlicher als der ganze Rest.

Den Selbstzerstörungsprozess längst eingeleitet hat 50 Cent spätestens nach dem verlorenen Schwanzvergleich mit Kanye. Anstatt sich fortan ganz auf Energy-Trinks, Duftwasser und Mittelstufen-Klamotten zu konzentrieren, macht Fiddy weiterhin Musik. Das ist nicht toll, aber auch nicht so schlimm. Denn so uninspiriert “Before I Self-Destruct” auch ist, immerhin markiert es eine Rückkehr zu den rougheren Tagen. Weniger Cheerleader-R&B, weniger Säuseln. The Return to Schnörkellosigkeit bleibt aber trotzdem entbehrlich.

Warum Gucci Mane der heißeste Scheiß des Jahres ist, muss man wahrscheinlich eher Hoodrats und Springbreak-Assis als moi fragen. Ich weiß es schlicht nicht. “Murder Was The Case” bestätigt jedes Südstaaten-Klischee und Gucci bleibt für mich Jeezys zurückgebliebener Cousin.

Dem typischen Blogster-Schicksal entkommen ist Wale, der mit “Attention:Deficit” einen recht gelungenen Longplayer in die Läden bringt, der nicht nur eine lose Aneinanderreihung totgespielter Hype Machine-Tracks ist. Einige ziemlich scheißige Hooks muss man aber trotzdem erstmal verkraften.

Nach dieser ziemlich großartigen Kollabo-Preview von Bionic Kid und Motor City Drum Ensemble neulich bei Davidecks, bin ich über die Genre-Uniformität des neuen Waxolutionists Albums “We Paint Colours” fast etwas enttäuscht. Ein paar reduzierte 120BPM-Warehouse-Banger hätten mich momentan mehr gereizt, aber es lässt sich ja nicht leugnen, dass die Waxos diesen zwischen Boom Bap und Shadow oszillierenden Rap-Scheiss halt schon drauf haben.

Ein Ausflug in (vermeintlich) fremde Genres, der völlig in die Hose ging, kann man auf Wu-Tang “Meets The Indie Culture Volume 2 – Dubstep” nachhören. Wie immer in den letzten 15 Jahren, ist Hip Hop mindestens zwei Jahre zu spät dran beim Absorbieren fremder Musikstilentwicklungen und so klingt dieser Crossover-Versuch nicht nur extrem berechnet, sondern auch überholt. Statt spannenden neuen Wegen werden hier die ausgelutschtesten Trampelpfade dessen verfolgt, was man neuerdings ‘Brostep’ schimpfen darf und momentan in Amerika auch von Strähnchen-Guidos auf Verbindungsabenden gefeiert wird. Wir Euros kennen das als Wobble und haben damit schon eine Weile abgeschlossen.

Dose One und ich werden in diesem Leben sicher keine Busenfreunde mehr und wie immer bei Themselves bin ich geneigt zu sagen, dass “Crownsdown” ein sehr spannendes Jel Album sein könnte, wäre da nicht die Einserdose.

Dann doch lieber der quirlige Old-School-Sound von Marc Hype & Jim Dunloop, wobei ich auf “Stamp Out Reality” festelle, die weniger Hip Hop-lastigen Tracks besser zu finden, den Beitrag von Mr. Lif mal ausgeschlossen. It’s all about the Boogie-Funk-stuff here.

Auch im Hip Hop geerdet ist Quetzal, den man bisher vor allem als Onra-Sidekick kannte, der sich aber mit “Vision” versucht vom Status eines Beattape-Bastlers zu emanzipieren. Das gelingt zwar, aber irgendwie ist dieser World-Music beeinflusste, Neo-Soul-Jazz stellenweise etwas zu kantenlos um wirklich zu begeistern.

Ähnliches gilt für Natural Self und “My Heart Beats Like A Drum”. Zuviel zahnloser Coffeeshop-Soul, zu wenig zupackende Funk-Bomben, wie man sie von seinen frühen 7 Inches kannte.

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Und sonst so:

Wir wechseln ins Wonky-Fach. Robot Koch debütiert mit “Death Star Droid” auf PMC und dass sich darüber hier alle freuen, dürfte klar sein. Völlig ohne Corporate Identity-Brainwashing will ich hier mal anmerken, dass die Freude musikalisch mehr als gerechtfertigt ist. Herr Koch verbindet den aktuellen Post-Dilla-Wonk mit Songwriter-Ambitionen und macht “Death Star Droid” damit zu mehr als einem experimentellen Beattape.

Wackelige Beats spielen bei King Midas Sound hingegen eine eher untergeordnete Rolle. Hier regieren Lee Perry’scher Hall, Zeitlupenbeats und gespenstische Vocals. Das hat viel mit einem visionären Reggae-Update für das nächste Jahrzehnt zu tun, so könnte aber auch die nächste Portishead klingen. Und an Burial fühlt man sich nicht nur erinnert, weil “Waiting For You” auch auf Hyperdub erscheint.

Das meines Wissens einzige nennenswerte Dubstep-Album der letzten 4 Wochen kommt von einem wahren Pionier. Peverelist gehörte der ersten großen Bass-Welle an und hat es dennoch geschafft in dieser sich absurd schnell neuerfindenden Szene nicht obsolet zu werden. Der ganz große Wurf Marke “Untrue”, “Great Lengths” oder “Three EPs” ist “Jarvik Mindstate” aber nicht geworden.

Wie krieg’ ich jetzt zwischen bleependem Techstep und lässigen Disco-Edits ein bizarres Freakfolk-Jazz-Album unter? Geht nicht gibt’s halt immer noch nicht und so darf ich Build An Arks drittes Album “Love Part 1” an dieser Stelle trotzdem empfehlen. Also für alle, denen purer Jazz zu anstrengend und Folk zu limitiert ist. Schöne Winterplatte.

Dass Strut sich in letzter Zeit zunehmend für Disco geöffnet hat, begrüße ich sehr. Nach der hervorragenden Horse Meat Disco-Compilation erscheint jetzt dort mit Zevolution “Ze Records Reedited” eine voll supere Zusammenstellung schweinefunkiger Edits solcher Größen wie Pilooski, Fat Camp, Rub N Tug, Todd Terje oder Greg Wilson. Value for Money und wirklich geschmackvoll angerichtet.

Über “Catholic”, jenes lange verschollene Projekt von Patrick Cowley & Jorge Socarras ist schon viel geschrieben worden. Es erstaut aber in der Tat, wie experimentell und sperrig Cowley vor seiner großen Disco-Regentschaft hier produziert hat. Proto-No-Wave trifft auf punkige Nummern und kosmische Electronica. Seiner Zeit voraus ist so eine schlimme Phrase, die aber an dieser Stelle zwangsweise aus dem Ruhestand geholt werden muss.

Der Japaner Kaito bleibt The Fields größte Konkurrenz, wenn es um bimmeligen, flächigen Lagerfeuer-Techno geht. “Trust” kennt zwar durchaus auch Euphorie, die Art und Weise wie Kaito aber mit trancigen (im herkömmlichen Sinne des Wortes), groß angelegten Piano- und Ambientmustern arbeiter, lässt das alles hier kontemplativer wirken als es de facto ist. Passt natürlich exquisit in die Jahreszeit.

Oberflächlichkeit ist auch nicht die Sache der Hamburger von Smallville. Die haben für ihre Labelcompilation “And Suddenly It’s Morning” mit u.a. STL, Move D, Lowtec und Lawrence einige Deepness-Experten geladen, wobei sich überraschenderweise das Duo Bon & Rau als einziges von der wirklich verschrobenen Seite zeigt. Gemeinsam mit dem wie immer großartig spröden STL-Beitrag für mich das Highlight einer soliden Zusammenstellung.

Von Hamburg in die Mutterstadt. Jason Fine, seines Zeichens Omar S-Protege und 313-Resident, hat mit “Future Thoughts” unlängst eine rumpelnde retro-futuristische House-Blaupause vorgelegt, die sich natürlich dezidiert auf Detroit beruft, ohne aber nur nachzuäffen. Stark.

Und gleich nochmal Detroit und Omar S. Der wurde für “Red Lightbulb Theory ´87-´88” von Theo Parrish beauftragt uralte Tapedeck-Aufnahmen des legendären Leroy Carson für eine Vinyl-VÖ aufzubereiten und das eigentlich erstaunliche dabei ist, dass diese harten House-Jacker immer noch so verdammt roh klingen, dass es Nostalgikern die Freudentränen in die Augen drücken wird. Nix für Weicheier.

Zurück nach Hamburg. Im Hause Diynamic arbeitet man bekannterweise schon eine ganze Weile gewissenhaft um die beiden Säulen House und Techno herum. Solomun darf nun mit “Dance Baby” eine Langspielrille vorlegen, die nicht ganz an Stimmings Album heranreicht, aber neben einigen guten Ergänzungstücken mit “Deep Circus” und “Country Song” zwei unverschämt infektiöse Techfunk-Granaten mit einem arschvoll Slap-Bass bereithält und in Form von “After Rain Comes Sun” sogar noch beeindruckend episch wird.

‘Episch’ ist ein gutes Stichwort für Luciano, der sich auch unter dem Einfluss Villalobos’ in den letzten Jahren besonders für technoide Ethno-Opern begeistern konnte. “Tribute To The Sun” ist nun der Kulminationspunkt seiner Auseinandersetzung mit seinem chilenischen Background und damit natürlich auch ein ungewöhnlich persönliches Techno-Album. Blöd nur, dass ich spätestens nach “La Mezcla” und “Klezmer” mit diesen Tribal-Sachen ziemlich fertig hatte. “Celestial” mit seiner fast schon Four Tet’schen Fragilität ist aber schon sehr beeindruckend. Notiz am Rande: das beschissenste Albumcover des Jahres dürfte jetzt auch feststehen.

Wesentlich unprätentiöser gibt sich Claude Vonstroke auf seinem zweiten Album “Bird Brain”, welches wieder diese typisch quitschenden Flummi-Basslines en masse auffährt, die niemand außer dem Ami so hinkriegt. Mit “Aundy” ist auch eine tolle Fidget&Bass-Ballade mit bei. Nicht unbedingt geschaffen für das Albumformat, aber da lassen sich mindestens 4 Killersingles rausholen.

Kleiner thematischer Sprung, die Nächste. Andrew Weatherall ist als Freigeist bekannt und so ist auch sein zweites Fuck Buttons Album nicht unbedingt das, was sich der Durchschnittsbürger so zusammenreimt, wenn die Rede von einem Rockalbum ist. “Tarot Sport” ist wieder noisiger Drone-Rock zwischen Prog, Kraut und Warp, aber etwas weniger sperrig als der Vorgänger. Und das ist gut so.

Auch spleenig, aber wesentlich zugänglicher präsentiert sich Devendra Banhart auf “What Will Be”. Mit “Baby” bekommen wir gar einen hittigen Popsong Marke Phoenix serviert und der Rest ist abgezockter Blues-Folk irgendwo zwischen Dylan, Cat Stevens, den Black Keys und – äääh – Banhart halt. “First Song for B” geht mir dann ganz, ganz fies unter die Haut. Kann halt einfach Songs schreiben, der Devendra.

Und weil wir’s uns jetzt eh schon kuschelig gemacht haben, leg ich noch das Solodebüt des Fleet Foxes J Tillman nach. “Year In The Kingdom” ist akustische Melancholie und wird vielen Leuten wahrscheinlich über schwere Zeiten hinweg helfen. Ich vermisse diese geilen Fleet Foxes Chorharmonien aber doch etwas.

So, genug gelitten, her mit der Popsause. Die Franzosen von Das Pop erreichen zwar niemals die Klasse ihrer großen Brüder von Phoenix, aber diesen federnden, lässigen Tanz-Rock haben unsere Nachbarn einfach im Schlaf drauf. File under: ‘Bevor Kitsune scheisse wurde’.

Ah ha, der Casablancas will also auch mal. Fast alle Strokesianer haben schon, da will man als Aushängeschild Numero Uno natürlich nicht hintanstellen. “Phrazes For The Young” ist eine nette Ergänzung zum Strokes’schen Werk, viel mehr aber auch nicht. Es sei denn er Julian packt die MGMT-Synthies aus und macht in 80s-Pop, siehe “11th Dimension”.

King Khan dürfte einer der produktivsten Künstler im Indiezirkus sein. Gemeinsam mit Mark Sultan (oder um im Wortlaut zu bleiben: The BBQ Show ) gibt es auf “Invisible Girl” gewohnt schraddeligen Garagen-Sixties-Rock mit Surf-Anleihen. Jetzt nicht so dolle innovativ, aber, wie fast immer, ein gelungenes Khan Album.

Etwas plakativer agieren Wolfmother. Mir war das alles immer etwas zu theatralisch und Cock-Rockig und “Cosmic Egg” ändert daran nichts. Wer aber keine Gitarrensoli-Allergie hat und seinen Indierock gern von einem Metal-Organ vorgetragen hat, wird das eh schon feiern.

Praktisch das Gleiche gilt für Them Crooked Vultures. Von führenden Seitenscheiteln im Bekanntenkreis hochgelobt, fehlt mir hier irgendwie der Zugang. Aber ich bin wahrscheinlich einer der wenigen, die sich angesichts einer Kollaboration zwischen Dave Grohl, Josh Homme und John Paul Jones nicht schon präventiv einnässen.

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Abschließend noch eine kurze Randnotiz zur Playlist: sollte euch ein Link mal nicht zur gewünschten Platte führen, klickt ihn einfach einige Tage (oder in seltenen Fällen auch Wochen) nochmals, Platten die verlinkt sind, sind bestellt und müssten bald in stock sein.

Playlist:

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3) Jonathan Jeremiah – Happiness (Morgan Geist Remix) kaufen
4) Trus’me – Sweet Mother kaufen
5) Jay Electronica – Exhibit C
6) Four Tet – Love Cry kaufen
7) Riccio & LtJ-Xperience – Laughable kaufen
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9) Blakroc – Stay Off The Fuckin’ Flowers (ft. Raekwon) kaufen
10) Jacques Renault – Pianos On The Beach kaufen
11) Ikonika – Sahara Michael kaufen
12) Reggie Dokes – Dancefloor Spectacle kaufen
13) Linkwood – Who La La? kaufen
14) Guillaume & The Coutu Dumonts – Safety Meeting kaufen
15) Motor City Drum Ensemble – The Prayer kaufen
16) Retrogott & Hulk Hodn – Weltflucht kaufen
17) Ali Renault – Dockland Dirt kaufen
18) The Revenge – Forever In Their Debt kaufen
19) Blockhead – Tricky Turtle
20) Rondenion – Sun Glare kaufen
21) Drivetrain – Kissing The Filth kaufen
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Florian Aigner

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SEPTEMBER+OKTOBER

AUGUST

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