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Inventur (September + Oktober 2009)

»Der Monatsrückblick«

Nach einmonatiger Pause gibt es viel aufzuarbeiten. Die halbe 90er-Schickeria hat in den vergangenen 8 Wochen Alben veröffentlicht, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Hud Mos Warp-Debüt liegt vor, Shackleton, Hyperdub, Mary Anne Hobbs, 2562 und Falty DL arbeiten weiter daran, die insulare Bass-Kultur aufs nächste Level zu hieven, Matias Aguyao, Circus Company und Linkwood züchten hübsche Promenadenmischungen heran, kantige Soulmusik ist auch noch am Leben. Und Dam-Funk, The Raveonettes, The Big Pink, Redshape und gut 30 andere wären damit immer noch nicht erwähnt. Ich entschuldige mich für eine extrem ‘und’-lastige Einleitung, die lange Wartezeit und würde wie üblich hier starten:

Hip Hop Hausen:

Beginnen wir mit Jay-Z und dessen erstem Album für Roc Nation. “The Blueprint 3” kränkelt wie schon Teil 2 an zu viel Forciertheit, entwickelt gleichwohl aber nach und nach gewisse Steherqualiäten. “Death of Autotune” und “Empire State of Mind” bleiben die klaren Highlights, nach fast 8 Wochen fällt das Fazit aber nicht mehr so verbittert aus, wie noch in jener Rezension, die ich vor gut 6 Wochen geschrieben hatte und die sich vermutlich zu Recht von allein den Weg in den Papierkorb gebannt hat.

Jigga ok, Rae überragend. Wer irgendetwas zu mäkeln hat an “Only Built 4 Cuban Linx 2”, sollte sich eingestehen, dass er diesen ganzen Rap-Scheiss eigentlich schon lange aufgeben hat. Allen anderen dürften es angesichts der hier dargebotenen Kompromisslosigkeit und Durchschlagskraft die Freudentränen in die Augen treiben. Wer weiß, hätte Raekwon für “Blue Eagles”, “State of Grace” und “Baggage Handlers” noch Platz gefunden, wären wir erschreckend nahe dran, im Jahr 2009 doch noch sowas wie einen Sprechgesangs-Klassiker in der Hall-of-Fame begrüßen zu dürfen.

Das liegt nicht zuletzt auch an Ghostface, der Rae zwar nicht mehr so häufig wie zu Purple Tape-Zeiten assistiert, aber wenn er das Mikrofon zur Hand nimmt, brennt der Baum. Da kann sich Herr Coles auf seinem gefühlten 30. Album für Def Jam in den letzten 5 Jahren, dann auch mal bequem zurücklehnen und seichten R&B-Croonern viel – zu viel – Platz einräumen. “Ghostdini: The Wizard Of Poetry In Emerald City” ist dementsprechend auch nur dann richtig zwingend, wenn Ghost die Guidos kurz aus dem Blick verliert und extrem graphisch wird (“Stapleton Sex”) oder Faboulous aus seinem Crip verjagt (“Stay”).

Klingelton-Hooks sucht man auf Cormegas “Born and Raised” glücklicherweise vergeblich. Mega versammelt dafür eine Produzentenliste straight outta 1995, ohne damit aber ein so nachdrückliches Statement setzen zu können wie Raekwon. “Born and Raised” ist ein nostalgisches Golden Age-Album mit einigen bemerkenswerten Momenten (“Rapture”, “Journey” oder das schon relativ alte “Dirty Game”) und viel solider Hausmannskost. Das aber ist schon mehr als man heute von solchen Veranstaltungen erwarten darf.

Ähnliches müsste der objektive Beobachter wohl auch für “Another Heist” diagnostizieren. Da der Aigner aber einer der ganz großen Camp Lo – Apologeten ist und sich über eine Reunion mit Ski ganz dolle freut, wird hier nicht geunkt, sondern gefeiert. Auch schön: die Herren Suede und Cheeba experimentieren hier auch gerne mit neuen Rhymepatterns.

Welchen A&R Q-Tip umfausten musste, damit “Kamaal The Abstract” doch noch offiziell erscheint, ist mir nicht bekannt. Dass Tip seine Andre 3000’sche Identitätskrise aber spätestens mit “The Renaissance” überwunden hat, ist jetzt auch klar. So fungiert “Kamaal The Abstract” primär als Dokument der eigenen Orientierungslosigkeit, das heute mit seinen Blues- und Rock-Anleihen etwas antiquiert anmutet. Kein schlechtes Album per se, aber für mich eindeutig Tips unausgereifteste Arbeit.

Beharrlich am Zeitgeist vorbei arbeitet weiterhin auch Duck Down, die mit Krs-1 & Buckshot zwei Dinosaurier in den Ring schicken und das Tag Team von Black Milk, Nottz, 9th Wonder, Havoc, Illmind und Khrysis coachen lassen. Und genau hier liegt das Problem: “Survival Skills” klingt wie jedes Duck Down Album in diesem Millenium. Und wenn über diesen stoischen Boomtschaka-Teppich nicht Sean P schreitet, wird es zäh.

Oder aber man lässt Skyzoo ran. Der ist zwar nicht ganz so unterhaltsam wie Kollege Price, macht seine Sache auf “The Salvation” aber sehr ordentlich. Ein eleganter Stilist, dem 9th Wonders Vocal-Sample-Obsession zu Gute kommt. Eines der besseren Duck Down Alben der letzten Jahre.

Weiter mit dem nächsten Team. Del und Tame One bündeln auf “Parallel Uni-Verses” ihre Kräfte und das Ergebnis kann sich, vor allem auf Grund der sehr halbgaren Ergüsse der beiden Herren in letzter Zeit, durchaus hören lassen. Vor allem Tame One scheint ein Sidekick gut zu tun, der dem ollen Leak-Head verdeutlicht zu haben scheint, dass Rapper auch in diesen Zeiten noch ein Recht auf Beat-Selektion haben.

Apropos Beat-Selektion: Give it up for Fashawn. Der 20-Jährige beweist mit “Boy Meets World”, dass es sich auch in Zeiten der digitalen Playlist-Zerstückelung lohnen kann, einem Produzenten sein Vertrauen zu schenken. Nach einem guten Mixtape mit Alchemist, sichert er sich die Dienste Exiles und wird nicht nur deswegen zum Blu der 09er-Saison. Backpack meets Swagger. Not bad, not bad at all. Trotz des unsäglichen Wortspiels im Namen.

Ihren Zenit überschritten haben für mich hingegen die People Under The Stairs. “Carried Away” ist wieder eines dieser unaufdringlichen BBQ-Hop-Alben, von denen es allein via Thes One und Double K mittlerweile mehr als ein halbes Dutzend gibt. Der Kollege Mohr sieht darin das größte Verkaufsargument von “Carried Away”, für mich steht PUTS im Wörterbuch als Synonym für ‘Stagnation’.

Und gleich der nächste True School-Favorite, dem ich eine reinwürgen muss. Brother Ali hat mit “Us” wieder ein Album gemacht, an dem es eigentlich nichts auszusetzen gibt: crispe Produktion, ehrliche Texte, hochemotionale Delivery. Ob gerade letzteres daran Schuld ist, dass wir einfach keine Freunde werden, kann ich immer noch nicht mit Gewissheit sagen, aber irgendwas passt einfach nicht.

Weiter mit klassizistischem Studenten-Hop: Dynas liefert für BBE mit “The Apartment” ein sympathisches Minialbum ab, das sogar einen Dilla-Beat und Slick Rick boastet. Futurismus geht anders, die Zielgruppe jubelt dennoch.

Dass “Street Hop” schlußendlich doch nur wenige Premier-Beats aufweist, ist weniger schlimm als befürchtet. Royce Da 5’9 scheint seine Slaughterhouse-Mitgliedschaft nämlich gut getan zu haben und die Brüllstimme kommt hier endlich wieder seltener zum Einsatz. Dafür hat Royce weiterhin überhaupt kein Gespür für Hooklines und auch diese 2006-Dipset-Streicher-Beats braucht keiner mehr.

Dass Labels irgendwann zwangsweise an Momentum verlieren, scheint ein ein Naturgesetz zu sein. Die Kreativkrise hat spätestens mit “IV” auch Definitive Jux erreicht. Krude Rockanleihen, anachonistische Weathermen-ismen und allgemeiner Inspirationsmangel dominiert die vierte Labelcompilation. Sorgen muss man sich aber dennoch keine machen, schließlich ist El-P momentan im Studio und arbeitet an einem neuen Solowerk. Und dass das dann wieder speziell wird, scheint sicher.

So richtig in diesen Abschnitt will “Tongue N Cheek” nicht passen, da Dizzee Rascal aber nach wie vor ohne Rücksicht auf Verluste auch über Bratzbomben, Bmore-Breaks und Rave-Sirenen flext, mag das pro forma immer noch in die Hip Hop-Rubrik passen. Im Herzen ist das freilich ein auf Hochglanz poliertes Pop-Album, das man für seine Professionalität schätzen muss. Dass ich den “Boy In Da Corner” vermisse, muss aber auch erwähnt werden.

Das vielleicht beste Hip Pop Album des Jahres liefert Kid Cudi ab, der offensichtlich die richtigen Lehren aus der Großraumdiskoisierung von “Day N Nite” gezogen hat und eben nicht 15 funtkionale Crowdpleaser bei Armand Van Helden, den Crookers, Kanye und Timbo bestellt hat, sondern mit “Man On The Moon” die Blaupause für Emo&B liefert. Und mit “Make Her Say” ist dann trotzdem noch ein weiterer Überhit vertreten.

Weiter mit Wax Tailor, jenem Franzosen also, den viele auserkoren hatten DJ Shadows und RJD2s Arbeit fortzusetzen, nachdem diese die Lust an trippigen Slo-Mo-Soundcollagen verloren hatten. Auf seinem dritten Album mit dem schönen Titel “In The Mood For Life” öffnet sich Tailor noch stärker organischem Funk + Throwback-Soul und verquickt das Ganze mit Rap-Beiträgen und seiner typischen Vielspurigkeit.

Sich über Esoteric lustig zu machen, ist bekanntlich zum Internet-Treppenwitz geworden und 2009 etwa so originell wie Evidences Flow zu kritisieren. Dass Eso mit “Serve or Suffer” dieses Mal keine Häme befürchten muss, liegt vor allem daran, dass er seine eigenen Schwächen erkannt hat. Will heißen: hier wird nicht gerappt, sondern nur produziert. Und das sehr, sehr ordentlich – querbeet von Wawa-Funk, über Garagen-Rock zu Carpenter-Synth-Goth und Werbejingles.

Wie immer töffte ist Count Bass Ds “Some Music” – Serie, wo wir mittlerweile bei Teil 5 angekommen sind. Ein eklektischer, lässig fließender Zwitter zwischen Beat- und Mix-Tape. Kann man immer noch blind kaufen.

Das Selbe meine ich über Koushiks Oeuvre sagen zu können. Auch dessen “Beep Tape” enttäuscht nicht, im Gegenteil: es behauptet sich im oberen Drittel der zahllosen Stones Throw-Beattapes und diese Einordnung sollte von Fachmännern locker als nachdrückliche Empfehlung meinerseits dekodiert werden.

Und gleich nochmal Beat Science, dieses Mal aber aus unserem Haus, weswegen ich mich vornehm zurückhalten will und einfach mal den Infotext unterschreibe: “You could group this record with the recent wave of Dilla inspired Hip Hop, but equally you could group it with Autechre when they´re at 90 BPM.”. Ach ja, es ging um Lambent “Smoothness Extract”.

Wesentlich epischer geht 2nd Class Citizen vor, dessen Mischung aus weirden Folksong-Samples, traurigen Streichern und DJ Krush-Drums auch auf Albumlänge trägt, gerade zu dieser Jahreszeit. Wer also seeligen “Don’t-Call-Me-Triphop”-Zeiten nachweint, wird mit “A World Without” sehr glücklich werden.

Mit der Mo Wax-Schule nichts am Hut hat “Butter”, das langersehnte Debütalbum von Hudson Mohawke. Der immer noch blutjunge Schotte demonstriert hier, wie ein Timbaland Album klingen könnte, wenn sich dieser mehr über Playstation-Highscores als über Soundscan-Nummern Gedanken machen würde. Bleepiger 8Bit-Futurismus, kombiniert mit fiesen Synthies, wie wir sie sonst eigentlich primär auf verschwitzten R&B-Produktionen hören, immer wieder gebrochen von sperrigen Wahnwitzeleien. Ein schwieriges, ein hinterhältiges Album, das nicht gefallen will und gerade dadurch besticht. Dass Rustie da noch einen drauflegen kann, meine ich aber auch zu wissen.

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Und sonst so:

Was in den letzten zwei Monaten in Sachen englischer Bass-Musik passiert ist, ist nicht weniger als sensationell. Exhibit A: Die Triple EP/LP, die Shackleton für Perlon vorgelegt hat. Egal wie vorschnell ich diesen Titel dieses Jahr schon vergeben habe (Martyn, Falty DL): diese 9 Tracks fügen sich mindestens zum Album des Jahres in Sachen Dub/Techno/Step/IDM/Bass/UK/Whatever zusammen. Worte sind Schall und Rauch, wie zur Hölle soll man diesen gigantischen Headfuck auch bitte in Trivialitäten kleiden? Man höre nur die schizophrene Kafka-Vertonung “Moon Over Joseph’s Burial” um zu begreifen, dass wir es hier mit etwas ganz Besonderem zu tun haben.

Ebenfalls eine Offebarung ist CD1 der Hyperdub Geburtstagsfestspiele, auf der ausschließlich neue Tracks versammelt sind. Besonders die Beiträge von Darkstar, Burial, Black Chow, Flying Lotus und Quarta 330 kolonisieren meine Gehörgänge besonders hartnäckig, aber der gesamte Silberling ist Pflicht.

Mit “Wild Angels” widmet Mary Anne Hobbs dem Hip Hop-lastigen Aspekt der aktuellen Inselkultur erfreulich viel Zeit und auch Everybody’s Darling Floating Points ist mit einem Stück vertreten. In der CD-Fassung ganz groß, Punktabzüge gibt es für die spärlich bestückte Vinyl-Edition.

Wer seine Grime-Hausaufgaben gemacht hat, dürfte eh seit Monaten eh schon mit Jizz in den Pants rumlaufen angesichts der Ankündigung, dass Planet Mu die Produktionen Terror Danjahs auf eine 3LP pressen lassen wird. Der Rest kommt noch rechtzeitig (pun intended) wenn er sich jetzt ein Exemplar von “Wild Gremlinz” sichert.

Nochmal UK, nochmal bewährte Bassdiener. Die Kryptic Minds haben sich gerade noch vom seit Jahrzehnten vor sich hin sinkenden D&B-Schiff gerettet und auf bösen, dunklen Dubstep umgesattelt, der in seiner Zeitlupenhaftigkeit schon fast wieder retro klingt. Nicht schlecht, vor allem in moderater Dosis. Album heißt “One Of Us”.

Steppiger geht es auf Falty DLs zweitem Album innerhalb weniger Monate zu. In den aktuellen “Noch besser, weil verspulter, als das Debüt”-Kanon will ich nicht einstimmen, dafür war “Love Is A Liability” einfach zu schlüssig, aber feiern muss man beide Alben. Aktuell ganz besonders gut: der apokalyptisch-klagende, vertrackte Opener auf “Bravery”. Burial ick hör dir trapsen.

Ich gehöre ja eigentlich zur A Made Up Sound >>> 2562-Fraktion, was Dave Huismans aber auf seinem zweiten Longplayer “Unbalance” unter seinem Alias 2562 zusammengeschraubt hat, kommt schon beinahe an die herrlich spröden und doch so verspielten housigeren Arbeiten als A Made Up Sound heran. Huismans befreit sich vom sehr minimalistischen Dub-Korsett des Debüts (das, wie ich betonen möchte, auch sehr gut war) mit dezenten Funky-Anleihen und einer forscheren Grundhaltung. Super Produzent halt.

So, wir verlassen langsam den Basshybrid-Spielplatz und wenden uns dem verspielt-technoiden Ambient-Synth-Pop Lusines zu. Der veröffentlicht auf Ghostly mit “A Certain Distance” ein Kamin-taugliches Winteralbum. Manchmal etwas zu brav, das Ganze.

Wer immer noch nicht mitgekriegt hat, dass Warp momentan Jubiläum feiert, kann sich schon mal mit dem Gedanken vertraut machen, 2011 aus allen Wolken zu fallen, wenn er/sie erfährt, dass die Amis einen Afroamerikaner zum Präsidenten gewählt haben. “Recreated” ist eine Remix-Compilation der besonderen Art, versammelt sie doch ausschließlich Cover/Remix-Versionen von Warp-Songs von – genau – anderen Warp-Künstlern. Und auch wenn Kombinationen wie Rustie/Elektroids oder Luke Vibert/LFO auf dem Papier durchaus spannend klingen: beweisen tut diese Fingerübung vor allem, wie zeitlos die Originale sind.

‘Zeitlos’ ist ein gutes Stichwort für die folgenden beiden Alben. Dass Carl Craig weit über Trends, Genres und dem Tagesgeschäft thront, ist bekannt. Dass er als 69 ungefähr 273,74 essentielle House- und Techno-Blaupausen programmiert hat, ebenso. Dass man diese jetzt in einem sensationellen Box-Set für ziemlich großes Geld und unter dem Titel “The Legendary Adventures of a Filter King” erwerben kann, eventuell nicht. Das sei hiermit getan. Und weil Wintersport doof ist, rate ich einfach mal alle Schneetrips abzusagen und lieber in 5 × 12 Zoll zu investieren. Eure Enkel werden es euch danken!

Chef-Jacker Traxx hält es auch mit neuem Material zeitlos und knattert auf “Faith” dermaßen kompromisslos mit der Roland 303 los, dass man tatsächlich meint, man hätte eine verschollene Trax Records-Platte aus dem Jahr 1989 entdeckt. Retro, aber mit ganz viel Seele. Oh und James T Cotton alias Dabrye feiert auch noch ein Gastspiel.

Von Acid wieder zurück zu Techno. Der mysteriöse Berliner mit der Maske (wehe, hier ruft jetzt einer ‘siDo’) hat nicht lange gebraucht um alle, die etwas mit den Begriffen “Deep” und “Detroit” anfangen können, auf seine Seite zu ziehen. Redshapes Langspielrillendebüt “The Dance Paradox” ist ein so unerhört beseeltes Dokument Motor City-Techno, dass man vergebens gegen die Gänsehaut ankämpfen wird.

Schon ein paar Monate alt, aber hier bisher noch nicht besprochen: Break SL und “City Wasteland”. Ein relaxt groovendes Handbremsen-House-Album mit dezenten Jazz-Anleihen. Warenkorb-Kollegen dürften Theo Parrish und Soulphiction sein. Schön auch, dass sich hier jemand wirklich Mühe gegeben hat dem Albumformat gerecht zu werden und nicht nur lose Tracks aneinander kettet. Mit “My Love Is For You” ist sogar ein rührender Kaminfeuer-Song mit dabei.

Ähnliches gilt für Lawrence, der mit “Until Then Goodbye” den typischen Dial-Sound für Mule Musiq abliefert. Will heißen: Ambient-lastige Gänsehaut-Electronica, Chords und eine Grundhaltung, die nicht zwischen Techno und House unterscheidet, so lange alles tiiiiiiief und verschroben bleibt. Schön, besonders zu dieser Jahreszeit.

Etwas funktionaler geht Mathias Kaden auf “Studio 10” vor, auch wenn hier die Bemühungen ein “richtiges” Album abzuliefern ebenfalls deutlich zu hören sind. So programmiert sich Kaden von geradlinigen Tribal-House-Peaktimern über die Detroit/Berlin-Achse hin zu funkifizierten Midtempo-Grooves. Solide, aber nicht essentiell.

Dass die Italoboyz für ihre Formel Flohmarktplatten-Samples+Minimal-Beats in letzter Zeit kräftig einstecken mussten, ist insofern verständlich, als dass auch ihr Albumdebüt “Bla Bla Bla” sehr schematisch daher kommt. Aber warum jetzt auf einmal alle so tun, als seien “Bahia” oder “Viktor Casanova” nicht tolle Novelty-Tracks gewesen, will mir nicht einleuchten.

Wer seinen House gerne so weird wie möglich hat, wird mit Circus Company schon länger vertraut sein. Das französische Connoisseurslabel veröffentlicht für die Nachzügler mit “Snuggle & Snap” praktischerweise gerade eine 2CD, die einen ausgezeichneten Einblick in die Zirkuswelt gibt. dOP, Audio Werner, Guillaume & The Coutu Dumonts, Noze, Dave Aju – wer immer noch nicht zugeben will, dass digitale und analoge Musik zusammengehören, kapituliert spätestens jetzt.

Dort auch gut aufgehoben wäre Matias Aguayo. So lange der aber auf Comeme, Soul Jazz und Kompakt machen kann, was er will, ist alles gut. Über die lateinamerikanische Straßenparty-Kultur, die “Ay Ay Ay” so entscheidend geprägt hat, ist zu Recht viel geschrieben worden. Wer sich nicht mit ellenlangen theoretischen Abhandlungen beschäftigen will, skippt nur einmal kurz durch die Snippets. Was gemeint ist, wird schnell klar. Und dass dieser Typ eine große Bereicherung ist, auch.

Und gleich nochmal ein emphatischer Gender-Clusterfuck: Das israelische Duo Juju & Jordash hat nach unregelmäßigen Single-VÖs sein Debütalbum im gutsortierten Fachhandel stehen. Die beiden bedienenen sich mühelos bei sämtlichen elektronischen Spielarten der letzten 30 Jahre ohne den Faden zu verlieren. Cosmictechwavekrauttranceambienthouseacid. Oder so.

Etwas geordneter geht es auf Daniel Wangs “Balihu”-Compilation zu. Der Disco-Pate kompiliert hier die Vinyl-Maxis seines Balihu-Labels und wer nicht eh schon 85% des Wang’schen Outputs besitzt, bekommt hier die Gelegenheit für kleines Geld zahllose Neo-Disco-Klassiker, die den Weg für Metro Area und das DFA-Imperium geebnet haben, inklusive ausführlichen Linernotes, in Sammlerauflage zu erwerben. No-brainer, right?

Alles, was man zu Bernard Fevre und “The Strange New World of Bernard Fevre” wissen muss, steht schon in unserer Artikelbeschreibung, warum also mehr Arbeit machen als notwendig? “In 1975 before the release of the first Black Devil Disco Club album, Bernard Fevre released an album called ‘The Strange World Of Bernard Fevre’ and like the first Black Devil album it was so far ahead of it’s time that even now people struggle to believe it was really recorded over 30 years ago.”

Dass James Murphy keinen Remix bei Fevre bestellt hat, ist schade, aber auch ohne den Black Devil Disco Club fährt “45.33 Remixed” ein ziemlich beeindruckendes Line-Up an Fachkräften auf: Theo Parrish, Prins Thomas, Trus’me, Runaway, Padded Cell, Prince Language, Riley Reinhold und Pilooski. Wowsers. Über Theos LCD Soundsystem – Interpretation wird völlig zu Recht am meisten gesprochen, aber schlechte Remixes wird man hier sowieso vergeblich suchen. Am Stück schon etwas zu eingeschränkt in der Thematik, als DJ-Handwerkszeug aber molto super.

Apropos Remixes: Das, was das mysteriöse italienische Edit-Duo Super Value auf ihren beiden Werkschauen “Super Manifesto” und “Super Soul” veranstaltet, ist ganz ganz großes Kino. Egal, ob sie nun Drums nur leicht aufmotzen oder alte Soul-Klassiker komplett neu einkleiden: hier ist alles Gold, vor allem, weil die Materialauswahl so überragend soulful ausgefallen ist. Eine Konsensempfehlung für Disco-Heads, Rare Groove-Digger, Deep-Houser und Romantiker zugleich.

Weniger zwingend dann leider Teil 2 in der mit “Cosmic Balearic Beats” reichlich klischeehaft titulierten Reihe auf Eskimo. Natürlich ist das routiniert angesleezter New-Disco-Schmonz, aber in diesem Umfang dann doch etwas zu konturlos.

Alles richtig macht hingegen wie erwartet Linkwood. Nach der großartigen 10”-Edit-Serie feiert der Brite mit “System” ein extrem versatiles Albumdebüt auf Trus’mes Label Prime Numbers. Warehouse, Paradise Garage, Hacienda – call me Wundertüte. Und mit dem extrem fetten “Fudge Boogie” ist nicht nur schnell ein Übertrack, sondern auch ein Übergang zum nächsten Thema gefunden.

Das hört auf den Namen Dam-Funk und hat dafür gesorgt, dass Stones Throw wieder in aller Munde ist. Dam-Funk produziert seit einer halben Ewigkeit anachronistischen Porno-Boogie straight outta 1982 und “Toeachizown” ist die Prince/Parliament-Session auf die man seit 20 Jahren wartet. Friggin’ awesome.

Auch frech in der Vergangenheit kramt Jamie Jones, nicht nur wenn er auf “Galactic Space Bar” Egyptian Lover in den Ring schickt. Auch andere Tracks auf “Don’t You Remember The Future?” sind dezidiert retro, was jedoch nicht verhindern kann, dass sich Jones ab und an in ausgetretenen Tech-House-Trampelpfaden verliert. Wer mit “Summertime” aber einen der monströsesten Hits des Jahres im Gepäck hat, kann sich die ein oder andere Länge wohl leisten.

Apropos ‘Tech-House-Trampelpfade’: Oliver Koletzki scheint jene verlassen zu haben. “Großstadtmärchen* setzt statt auf Bassdrum-Hypnose lieber auf poppige Gastvocals und eingängige Melodien. Die Puristen heulen bestimmt; wer aber noch ein abgeklärtes Mitbringsel als Eintritt für die nächste WG-Party braucht, liegt hier goldrichtig.

Gegen den unvermeidlichen New Rave-Backlash kämft momentan Boys Noize an, dem man mit diesem Label wirklich Unrecht tut. Blöd nur, dass “Power” sich nicht entscheiden kann, ob es ein waschechtes Big-Room-Techno-Album, ein versponnenes Electronica-Gerät oder doch lieber eine Maximal-Bombe sein will.

Der electroclashigen Brachialität fast ganz entsagt hat sich Vitalic, der auf “Flashmob” zunehmend versucht discoide Synth-Pop-Elemente in seinen Post-Daft-Punk-Rave einzubauen und damit nur partiell Erfolg hat.

Gleiches gilt für das skandinavische Fräuleinwunder Annie, der mit ihrem Zweitling diese frische Naivität abgegangen ist, die den grellen Pop von “Anniemal” noch so konsensfähig machte. “Don’t Stop” klingt nun leider wie ein überproduziertes Kylie Minogue-Spätwerk.

Der Vergleich hinkt gewaltig, da hier nur beiläufig auf den Tanzboden geschielt wird, aber besser machen das die Italians Do It Better-Darlings Desire mit “II”. Ein typisch no-waviges Disco-Not-Disco Album in Stile von Glass Candy, den Chromatics oder auch den großartigen The XX.

Auch ganz gut in den Zeitgeist passt die Phenomenal Handclap Band, die auf ihrem Gomma-Debüt klingt wie Munk mit mehr Schweinerock-Genen. Discoider Punkfunk mit Wurlitzer-Einsantz und, für meinen Geschmack, zu dick auftragenden Gesangsbeiträgen.

Den Zeitgeist gepachtet haben Miike Snow, so sehr, dass das gleichnamige Album fast schon konstruiert wirkt. Ein bißchen Pop Levi, viel MGMT, noch mehr Vampire Weekend – Hypemachine here we come. Was nicht heißen soll, dass man hier keine Ohrwürmer finden würde.

Die Schweizer Exzentriker von Yello haben sich nach einer 30-jährigen Auszeit mal wieder ins Studio bequemt und sich dabei zu sehr von Till Brönners Bar-Jazz-Talenten einlullen lassen. “Touch Yello” ist ein okayes, aber viel zu zahmes Spätwerk, das manchmal wie ein drittklasiger Film Noir-Score dahinplätschert.

Auch gerne cinematisch geben sich bekanntlich A Mountain Of One, die mit “Institute of Joy” endgültig Pink Floyd-Territorium betreten haben. Ausufernde Impro-Sessions, sphärische Bridges, 560 Spuren – es progt hier an allen Ecken und Enden. Zu schwülstig pour moi, mir reichen “Dark Side Of The Moon” und “The Wall”.

Dann doch lieber die elektrifizierte Psych-Welt von Kelpe. “Cambio Wechsel” ist ein hörenswertes Experiment den momentanen Post-Dilla-Wonk mit Tortoise’schem Mathrock, Animal Collective-Psychedelia und Warp’esken Spielereien zu kombinieren. Und das gelingt sogar. Vielleicht der Geheimtipp des Monats.

Bitte niemals ändern sollen sich The Raveonettes. Die haben gerade mit “In And Out Of Control” wieder so ein zuckersüßes Surfgitarren-Album aufgenommen. Und diese Vocal-Harmonien! Auch wenn sowas nur einem verblendeten Groupie wie mir entfahren kann und ich damit meine Bemerkungen zu den People Under The Stairs unterminiere: bitte, bitte das gleiche Album noch 10 Mal aufnehmen. Danke!

Auch schön: The Bird & The Bee und “Ray Guns Are Not Just The Future”. So hätte das zweite Lily Allen Album klingen müssen.

Scarlett Johansson scheint Gefallen am Musikerdasein gefunden zu haben, oder wie erklärt man sich “Break Up” mit Pete Yorn sonst? Und auch wenn Pete vermutlich als Songwriter gebraucht wurde und er zu 80% für dieses gelungene Folk-Rock-Showcase verantworltich zu machen ist: ich hätte gerne mehr Scarlett gehabt. Deren Stimme habe ich mittlerweile nämlich echt ins Herz geschlossen.

Und noch eine Kollaboration: Laptop-Maestro Fennesz trifft Sparklehorse, dieses Mal sogar auf Albumlänge. “In The Fishtank” wurde innerhalb von 48h aufgenommen und trägt für mich stärker die Handschrift Fennesz’. Das heißt: klaustrophobische Klangräume werden offen gelegt und immer wieder mit Akkustikklampfe oder leisem Pianogeklimper ausgekleidet. Klingt dispektierlich, ist aber, wenn man mit Fennesz vertraut ist, leicht als Kompliment zu dechiffrieren.

Machen wir doch gleich mit der nächsten Beleidigung/Kompliment-Kombo weiter: das dritte Kings Of Convenience Album klingt genau wie ein Kings Of Convenience Album zu klingen hat. Hätte Erlend in der Zwischenzeit nicht so viele tolle andere Sachen gemacht, würde ich jetzt vielleicht motzen. So ist “Declaration of Dependence” aber völlig in Ordnung.

Um eine etwaige Feuilleton-Karriere nicht von vornherein auszuschließen, werde ich mich bei der Beurteilung von “Heavy” zurückhalten und einfach eingestehen, dass Blumfeld (und damit auch Jochen Distelmeyer) noch nie meine Baustellen waren. Also so gaaaaar nicht.

Dann lieber das herzzerreißende “Threadbare” von Port O’Brien, auf dem die Band bekanntlich den Tod von Cambia Goodwins Bruder zu verarbeiten hatte. Und auch wenn es zynisch klingt: dieser Todeshauch tut der Band, die mir zuvor immer eher als Arcade Fire-Epigone im Gedächtnis geblieben war, gut.

Nach dem mauen letzten Yeah Yeah Yeahs Album hat sich Karen-O daran gemacht, Spike Jonzes kommenden Kinderfilm “Where The Wild Things Are” mit einem Soundtrack auszustatten. Die hier zur Schau gestellte Entschleunigung tut ihr gut.

Weiter mit The Big Pink, die sich mit “A Brief History Of Love” anschicken Neunziger Shoegaze wieder cool zu machen. Auch wenn beide Parteien den Vergleich wohl nicht gerne hören dürften: hätten es sich The Verve nicht zu bequem gemacht, könnten sie heute so klingen. Tolle Popmusik. Punkt.

So, Hosen runter: Ich verstehe den Health Hype nicht. Klar, die Remixes zum Debüt machten Spaß und mir ist auch klar, dass man sich mit Lo-Fi-Checkertum und Cutting-Edge-Noise automatisch eine Kritiker-Flatrate rauslässt. Aber “Get Color” ist für mich einfach ein quälendes Hörerlebnis und zwar not in a good way. Man mag es mir 2018 vergeben, wenn es endlich auch bei mir ‘Klick’ gemacht hat.

Dass kompliziert und geil zusammengehen, haben zum Beispiel die Battles bewiesen. Deren Gitarrist und Sänger Tyondai Braxton hat vor kurzem ein Soloalbum veröffentlicht, das auf den Titel “Central Market” hört und von “Kollege Hinz schwer abgefeiert wurde. Mein Fazit würde etwas weniger orgiastisch ausfallen, aber ein eindrucksvolles Album ist das schon, insbesondere dank des völlig wahnsinnigen “Uffe’s Workshop”.

Ihre Strahlkraft etwas verloren haben sie schon, die Jaxxer. Wer von einem neuen Basement Jaxx Album heute nicht mehr die ganz großen Sprünge erwartet, kann an “Scars” durchaus Gefallen finden. Wie gewohnt mit der hauseigenen Everything-Goes-Doktrin versehen, finden sich auch hier wieder einige Experimente die nicht so meine Baustelle sind (that’s right, Dancehall can still fuck off), aber Grabesreden muss hier auch keiner schwingen. Immerhin ist das Pop-Musik, die so unendlich ideenvoller daher kommt als der 486. “Umbrella”-Rip-Off in Folge.

Etwas genervt bin ich mittlerweile von Amanda Blank, was auch der Grund sein mag, warum “I Love You” hier schon zweimal in Serie vergessen wurde. Dieser ganze postfeministische Tit-Hop-Schmu über Neo-Electro-Beats war auch schon besser da und Spank Rock bleibt ein besserer Rapper. Trotz Penis. Sorry.

Besser macht das Ebony Bones, die zwar, will man böse sein, auch auf “Bone Of My Bones” nie mehr ist als M.I.A.s kleine Cousine, aber die einfach bessere und vor allem abwechslungsreichere Songs schreibt als Frau Blank.

Auch auf die Gefahr hin mit dem Cologne-Maaaaassive Ärger zu kriegen, muss ich gestehen, Fleur Earth eigentlich prinzipiell super zu finden, mir aber deren Alben nie freiwillig anzuhören. “Es entstehen Wesen” ist wieder ein solches Gerät, bei dem mir der Verstand sagt: “Die deutsche Erykah mit poetischerer Ader. Staubtrockener MPC-Funk drunter. Knorke!” Und am Ende leg ich dann doch wieder lieber “The Healer” auf. Ich bin ein furchtbarer Mensch.

Und als solcher kann ich gleich dem nächsten Konsens-Helden auf den Schlipps treten: Mayer Hawthorne, du bist ein netter Typ und die Herz-Single und “Green Eyed Love” waren voll ganz echt sehr, sehr schön, aber dein “Strange Arrangement” geht gegen die nicht gerade schwache Konkurrenz im Deep Soul-Revival leider unter. Am Ende bleibt “A Strange Arrangement” eine gut gemeinte Alternative zu Frau Winehouse und Duffy, wer es richtig erdig und dreckig mag, klopft lieber bei Lee Fields oder Sharon Jones an.

Oder aber bei Adrian Younge. Der bastelt für eine Anfang 2010 erscheinende Komödie von Michael Jai White einen Vintage-Blaxploitation-Soundtrack, der so dermaßen raffiniert kopiert, dass sich jeder Willie Hutch- oder Curtis Mayfield-Jünger sofort heimisch fühlen wird. Selbst der Titel (“Black Dynamite”) ist eine so offensichtliche wie liebevolle Reminiszenz an eine Ära, in der jeder Nanosekunde Musik 25 Jahre später dutzendfach durch die MPC gejagt worden war.

Bleibt noch die obligatorische Playlist. Zwei Monate, also auch doppelt so viele Tracks, right? Right!

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Playlist:

1) Shackleton – Moon Over Joseph’s Burial kaufen
2) Clipse – Popular Demand (ft. Cam’Ron)
3) Super Value – Vol.4 A kaufen
4) A Made Up Sound – Closer kaufen
5) Rick Wilhite – What Do You See (R.W. Unreleased Mix)
6) Floating Points – Truly kaufen
7) The XX – VCR kaufen
8) Darkstar – Aidy’s Girl is A Computer kaufen
9) Nina Kraviz – Free kaufen
10) Missing Linkx – Who To Call kaufen

11) The Popular People’s Front – Space Race kaufen
12) The Revenge – Curtis kaufen
13) Burial – Fostercare kaufen
14) The Kid Daytona – Air Born (ft. Bun B)
15) Alex Agore – Without Cha kaufen
16) Paul White – So Far Away kaufen
17) Break SL – My Love Is For You kaufen
18) Falty DL – Made Me Feel So Right kaufen
19) Eddie C – Never Let Go kaufen
20) The Raveonettes – Breaking Into Cars kaufen

21) Redshape – Man Out Of Time kaufen
22) The Big Pink – Dominos kaufen
23) Cottam – 1B kaufen
24) Linkwood – Fudge Boogie kaufen
25) Matias Aguayo – Me Vuelvo Loca kaufen
26) Siriusmo – Die Rockwurst kaufen
27) Zwicker – Oddity (John Talabot Remix) kaufen
28) Ibex – 360 kaufen
29) Hot Toddy – I Need Love (Morgan Geist Remix) kaufen
30) Culoe De Song – The Fallen Siren kaufen

31) Modeselektor – Art & Cash
32) Fashawn – Samsonite Man kaufen
33) Ted Pilsner – Hello My Love
34) J Deep – Coming On kaufen
35) Die Vögel – Empire kaufen
36) Fever Ray – Seven (Martyn Remix) kaufen
37) Robot Koch – People Are Strange kaufen
38) Super Paolo – You Got To Do It kaufen
39) STL – Jungle Sometimes kaufen
40) Zarrylade – Eyes Above Your Head kaufen

41) Makam – When You Love Somebody kaufen
42) LCD Soundsystem – Bye Bye Bayou
43) Nacho Patrol – Cheetahman kaufen
44) Nu Frequency – Fallen Hero (MCDE Remix) kaufen
45) Simian Mobile Disco – Cruel Intentions (Maurice Fulton Remix)
46) Samiyam – Fireball kaufen
47) Florence And The Machine – You’ve Got The Love (The XX Remix)
48) Tom Noble – Africa Bump kaufen
49) Camp Lo – Another Heist kaufen
50) Jagged – Langenthal kaufen

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Florian Aigner

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AUGUST

JULI

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